Hunde besser anleinen

Kinderstube Wald: Vorsicht vor den Wildtieren

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Viele Wildtiere haben derzeit Nachwuchs: Um ihre Kinder zu schützen, reagieren Tiere wie im Bild der Bussard derzeit aggressiver auf Störenfriede. Menschen sollten im Wald daher besonders rücksichtsvoll sein. Im Bild eine Warntafel wie sie auch in Melsungen hing.

Melsungen. Im Wald müssen Spaziergänger derzeit besonders umsichtig sein. Das rät Sebastian Keidel, stellvertretender Leiter des Forstamtes Melsungen.

Hunde sollte man anleinen und den Sicherheitsabstand einhalten. Nicht nur Greifvögel wie Bussarde beschützen derzeit ihren Nachwuchs im Altkreis. Auch andere Wildtiere wie Wildschweine und Luchse sind derzeit in der heimischen Natur auf Verteidigung gepolt.

Insbesondere Hundehalter sollten ihre Tiere unbedingt anleinen. Ein Kontakt mit einer Bache kann im schlimmsten Fall tödlich für den Hund enden.

Grundsätzlich gehe aber keine Gefahr von den Wildtieren aus, wenn man bei einem Zusammentreffen wenige, aber wichtige Verhaltensregeln beachte, sagt Keidel. „Wildtiere sind fair. Bevor sie angreifen, warnen sie durch brummen, schnaufen oder knurren. Das sollte man nicht ignorieren“, rät Keidel. 

• Tiere nicht erschrecken,

• nicht in Panik verfallen, 

• langsam zurückgehen, 

• nicht direkt in die Augen schauen und gestikulieren.

Die Wälder des Forstamtes Melsungen sind derzeit eine große Kinderstube. Unter anderem Wildschweine, Luchse und Greifvögel haben derzeit Nachwuchs. Dieser werde besonders geschützt. Dennoch seien die Tiere nicht per se aggressiv und würden eine potenzielle Bedrohung wie einen Menschen nicht verfolgen. Einen Sicherheitsabstand sollten Spaziergänger einhalten und sich nicht extra nähern, um beispielsweise zu fotografieren, klärt Keidel auf.

Er sei zum Beispiel einigen Frischlingen auf einem Waldweg begegnet, die ins Unterholz flüchteten. Die Bache stand allerdings auf der anderen Seite des Weges. Das Muttertier habe geschnauft und gebrummt. „Ich habe mich langsam zurückgezogen und der Bache reichte das Verhalten, um sich zu beruhigen“, berichtet Keidel.

Gefährlicher wirkten da schon die Scheinangriffe von Greifvögeln. Denn diese stürzten sich auf Spaziergänger und drehten erst kurz vorher ab. Bei den Vögeln gelte es unbedingt diesen Sicherheitsabstand einzuhalten. Sollte man hingegen weiter in ihren geschützten Bereich eindringen, könnten die Angriffe zunehmen.

Der Wolf im Revier sei sicher ein Einzelgänger und Nachwuchs daher ausgeschlossen.

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