Am 2. November

Kirche geht auf Sendung: Deutschlandfunk überträgt Gottesdienst aus Melsungen

Geht am Sonntag auf Sendung: Dekan Norbert Mecke und sein Team haben einen Gottesdienst vorbereitet, den der Deutschhlandfunk am Sonntag, 2. November überträgt. Foto:  Brandau

Melsungen. Wenn Norbert Mecke mal jemand gesagt hätte, dass er einen Gottesdienst mit der Stoppuhr in der Hand planen würden, er hätte es wohl nicht geglaubt. Doch genau das hat der Melsunger Dekan nun getan.

Zusammen mit seinem Team hat er ein minutiöses Drehbuch für den Gottesdienst geschrieben, der am Sonntag, 2. November in der Stadtkirche stattfindet. Denn der wird live vom Deutschlandfunk übertragen - und muss deshalb gut getaktet sein.

Einen verlässlichen Ablaufplan zu stricken, war aber nicht die einzige Herausforderung fürs Vorbereitungsteam. Denn ein Gottesdienst, der im Radio übertragen wird, der soll sowohl die Besucher in der Stadtkirche als auch die Hörer am Radio berühren. Und das, obwohl die von Mimik und Gestik von Pfarrern und Sängern nicht mitbekommen. Ein schwieriger Job.

Aber einer, den das Team meistern wird. Für die Predigt hat es sich etwas Besonderes einfallen lassen. Sie wird öfter von Musik unterbrochen und damit in kleineren Häppchen serviert: „Das hält den Spannungsbogen und das Interesse aufrecht“, ist sich Mecke sicher. Die Predigt übrigens steht unter dem Motto „Ins Herz geschrieben - göttliche Liebesbriefe“.

Dekan Mecke wird sie halten wie immer, mit festem Blick auf die Menschen in den Kirchenbänken. Denn die, und das betont er gleich mehrfach, sollen keinesfalls nur Statisten für den Rundfunk sein, sondern eine Gemeinde, die einen schönen Gottesdienst feiert. Dass der im Radio übertragen wird, findet er ungewöhnlich, aber gut: „Es ist ein schöner Gedanke, dass auf diese Weise noch mehr Menschen am Geschehen in unserer Kirche teilnehmen können.“

Radiogottesdienste seien übrigens längst nicht aus der Mode, ist sich Dekan Mecke sicher. Das beweise auch die hohe Zahl an Podcasts, die die Menschen aus dem Internet herunterladen, um sie noch einmal in aller Ruhe anzuhören. Und nicht wenige Menschen nutzten auch die Chance, mit den Pfarrern, die sie im Radio gehört haben, ins Gespräch zu kommen. Das wird auch am Sonntag so sein: Im Anschluss an den Gottesdienst sind Pfarrerin Sandra Scholz und Dekan Mecke für die Hörer telefonisch und per Chat im Internet erreichbar.

Für Mecke ist das ein willkommener Dialog: „Das ist die Chance, aus der Einbahnstraßen-Kommunikation herauszukommen - die Menschen reagieren mit ihren Worten auf die, die sie von uns Pfarrern gehört haben. Und das ist prima.“

Zum Team, das den Gottesdienst vorbereitet hat, gehören Pfarrerin Sandra Scholz, Ruthild von Dörnberg, Vanessa Damm, Felix Otto, die Capella Antiqua unter Leitung von Bezirkskantor sowie Organist Christian Fraatz und Klarinettist Michael Mahner. Der Kontakt zum Deutschlandfunk lief über Pfarrerin Claudia Rudolff aus Gensungen. Sie ist die Rundfunkbeauftragte der Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck.

Die Besucher des Gottesdienstes müssen sich am Sonntag früher als sonst auf den Weg machen: Sie sollten bis spätestens 9.40 Uhr ihre Plätze eingenommen haben, damit Ruhe herrscht, wenn die Radioübertragung um 10.05 Uhr beginnt. Den Deutschlandfunk kann man im Altkreis auf der Frequenz 91,3 empfangen. Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.rundfunk.evangelisch.de

Von Claudia Brandau

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