1000 Teilnehmer beim Church-Run

Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld sammelt 32 000 Euro Spenden

Dreckig und anstrengend: Etwa 700 Erwachsene und 300 Kinder nahmen am vierten Dirty-Church-Run in Beiseförth teil.
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Dreckig und anstrengend: Etwa 700 Erwachsene und 300 Kinder nahmen am vierten Dirty-Church-Run in Beiseförth teil.

Marcus und Rebecca Werner, Hannah Köhn, Sascha Neumann, Hannah Puntschuh und Carolin Hartung haben als „Körler Schlammlawine“ am vierten Dirty-Church-Run (DCR) in Beiseförth teilgenommen.

Beiseförth/Körle – Nach gut 1,5 Stunden kam das Team glücklich – und vor allem dreckig – ins Ziel. „Das war ein Riesenspaß, aber teilweise auch wirklich kräftezehrend“, sagt Hartung.

Fund 700 Erwachsene und mehr als 300 Kinder gingen bei der Veranstaltung der Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld an den Start. „Es hat nur ein paar Absagen wegen Corona gegeben“, sagt einer der Organisatoren, Martin Eckhardt, der unter anderem für die Streckenführung zuständig ist. „So kamen etwa 32 000 Euro Spenden zusammen – Rekord.“ Bei allen vier DCR seien nun fast 90 000 Euro gesammelt worden.

3500 Zuschauer

Eckhardt sagt: „An den Straßen und auf dem Festgelände waren rund 3500 Zuschauer unterwegs.“ Sie sahen, wie die Teilnehmer durch Beiseförth liefen und 28 Hürden überwanden.

Darunter war auch die „Körler Schlammlawine“. Nach der Durchquerung der Fulda musste das Team einen Steilhang mit Seilen erklimmen. „Sich dort zu halten, ging nach ein paar Minuten ordentlich in die Arme“, sagt Köhn, die kurzfristig für einen Kollegen den Startplatz übernommen hatte. Besonders freute sie, dass auch ihre Brille heil im Ziel angekommen ist. Denn die war kurz vorher in einem tiefen Matschloch verschwunden. „Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass wir sie wiederfinden.“ Dank Teamkollegin Puntschuh, die sofort kopfüber ins Matschloch tauchte, als sie von dem Unglück hörte, erreichte aber auch die Brille das Ziel. „Es war ein richtig schöner Sonntag“, sagt Köhn. „Mit einem Team, das wirklich bei allem zusammengehalten hat.“

Die „Körler Schlammlawine“ belegte den 39. Platz von 41 Teams in der Vikar-Distanz, eine Strecke mit einer Länge von fünf Kilometern. In der Pfarrer-Distanz wurde sie zweimal, gelaufen, in der Bischof-Distanz viermal. Eine Runde für Kinder war 900 Meter lang. Wegen des Datenschutzes liefen sie ohne Erfassung.

Voller Schlamm: Chris Gemmerich (links) und Mali Werner.

Eckhardt fand den DCR „fantastisch“. Die Teilnehmer seien teilweise von weit her gekommen, zum Beispiel aus Berlin, von Föhr oder vom Bodensee. Ihnen habe gefallen, dass die Strecke durch Beiseförth, also direkt durchs Dorf geht, und das sie jedes Mal neu ist.“ Diesmal sei es zum Beispiel viel mehr durch die Beise gegangen, auch die Kirche sei nun Teil der Strecke gewesen und auf dem Fährberg und der Bahnhofstraße habe es nun neue Hindernisse gegeben.

Das Team „Körler Schlammlawine“: Carolin Hartung (von links), Hannah Puntschuh, Rebecca und Marcus Werner.

Damit die Teilnehmer an den Hindernissen nicht lange warten müssen, haben die Organisatoren die Läufe mit einem Computerprogramm simuliert und die Läufer entsprechend alle 10 bis 20 Minuten in Gruppen starten lassen. „Das hat funktioniert“, sagt Eckhardt. „Wir hatten kaum Wartezeiten.“ Er und die anderen Organisatoren haben das 1,5 Jahre vorbereitet.

Seit drei Monaten waren Helfer dabei, von denen mehr als 100 an der Strecke und auf dem Festgelände am Sportplatz tätig waren. Auch ältere Menschen wurden eingebunden, zum Beispiel beim Backen von rund 100 Kuchen. „Wir hatten wohl das größte Kuchenbuffet Nordhessens“, sagt Eckhardt und lacht. Der Erlös wird an gemeinnützige Organisationen in der Region gespendet.

(Fabian Becker)

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