Kitas auf mehr Kinder vorbereitet:Neue Verordnung erleichtert die Betreuung im Landkreis

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Neue Verfügung macht es möglich: In hessischen Städten und Gemeinden dürfen ab sofort mehr Kinder betreut werden – zum Beispiel von berufstätigen Alleinerziehenden. 

Schwalm-Eder – In der Kinderbetreuung hat sich für die Kommunen mit der neuen Verordnung einiges geändert.

 Die Verordnung ist seit Montag in Kraft und gilt in dieser Fassung bis zum 3. Mai. Bis dahin bleiben sicher alle Kommunen im Notbetreuungsmodus, sagt Markus Boucsein, Melsungens Bürgermeister.

Allerdings dürfen ab sofort Kinder von Alleinerziehenden, die berufstätig sind, betreut werden. Zudem sind zwei Berufsgruppen hinzugekommen: die der Soldaten und Mitarbeiter der Bundeswehr, die zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft benötigt werden sowie hauptberuflich tätige Mitarbeiter bei Presse, Rundfunk und Fernsehen.

Melsungen beispielsweise rechnet mit mehr Kindern in den Einrichtungen. Aktuell seien es dort 18 Kinder. Die Gruppengrößen blieben auf vier Kinder und einen Erzieher beschränkt. „Sollte es zu einer weiteren regulierten Öffnung kommen, sind die Erzieherinnen in Wartestellung“, sagt Boucsein. Dies gelte sicher auch für die anderen Städte und Gemeinden im Landkreis.

Den Bedarf können Eltern bei ihrer Kommune anmelden. In der Regel liegen Vordrucke in den Verwaltungen bereit. Dazu gehört auch eine Bestätigung, die der Arbeitgeber auszufüllen hat.

„Ich begrüße die verantwortungsvolle Rückkehr ins normale Leben. Dazu gehören auch die Ladenöffnungen“, sagt Boucsein. Auch wenn nahezu alle Geschäfte wieder öffnen dürften (Verkaufsfläche nicht größer 800 Quadratmeter), rechne er nicht mit einem Ansturm. Die Menschen verhielten sich sehr umsichtig und zurückhaltend, sagt Boucsein.

Für die Ordnungsämter bedeute das dennoch mehr Arbeit. Aus Melsunger Sicht sei das bisher toll gelaufen, es gab nur eine Handvoll mündlicher Hinweise an die Einwohner. Im Schwalm-Eder-Kreis wurden bisher insgesamt 40 Verstöße gegen die Regeln durch Polizei und die Ordnungsämter der Kommunen an die Kreisverwaltung gemeldet, heißt es von der Kreisverwaltung. Von dort wird dann das Bußgeldverfahren eingeleitet.

Ein Novum im Landkreis könnte eine Maskenpflicht in Melsungen werden. Die Fraktionen von SPD und FDP wollen den Magistrat beauftragen, eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht zu erlassen. Diese solle in öffentlichen Gebäuden und im Personennahverkehr gelten. „Den Antrag würde ich begrüßen, die städtischen Mitarbeiter bekommen ohnehin schon einen Schutz zur Verfügung gestellt“, sagt Boucsein.

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