Neue Asklepios-Geschäftsführerin 

Krankenhaus-Neubau in Melsungen beginnt im Herbst

Melsungen. Der Neubau des Melsunger Krankenhauses kommt. Baubeginn ist im Herbst.

Dieses klare Bekenntnis äußerte Dr. Dagmar Federwisch, die neue Asklepios-Geschäftsführerin, jetzt gegenüber der HNA.

Der Bauantrag werde derzeit vorbereitet und in Kürze gestellt. Nach der Genehmigung (bis zu acht Wochen) werden die Arbeiten ausgeschrieben. Zuletzt hatte es unter anderem wegen mehrmaliger Verzögerungen Zweifel gegeben.

Mit dem Neubau wird unter anderem eine Versorgungslücke psychisch kranker Menschen im Schwalm-Eder-Kreis geschlossen. Der Zeitplan: „Das angegliederte Parkhaus wird im Sommer fertig. Wir stellen uns vor, dann direkt mit dem Bau des Krankenhauses fortzufahren“, sagt die 48-Jährige, die seit Mai die Geschäfte in Nordhessen führt. Sie rechnet mit einer Bauzeit von bis zu zwei Jahren. Mit der Eröffnung könne dann Ende 2019 gerechnet werden. Der Neubau kostet bis zu 40 Millionen Euro, 15 Millionen Euro kommen als Förderung vom Land.

Federwisch bestätigte auch, an allen ursprünglich geplanten Krankenhausleistungen festzuhalten. Es wird sicher zwei Operationssäle geben, die umfangreich bespielt werden. Das Krankenhaus bleibt Akutklinik, das bedeutet, es gibt eine Notfallambulanz. Die Bettenzahl steigt von 100 auf 150.

In der neuen Klinik wird auf erweiterter Fläche die psychiatrische Versorgung für den Landkreis ausgebaut. 50 Betten sind für zwei psychiatrische Stationen vorgesehen.

Der Personalbedarf wird entsprechend groß sein: In zwei Jahren würden mindestens 25 Pfleger und zudem Therapeuten, Psychologen und Ärzte benötigt, sagt Federwisch. Der Arbeitsmarkt sei in diesem Segment so umkämpft wie in Intensivmedizin. Asklepios könne auf Mitarbeiter aus Häusern wie Tiefenbrunn bei Göttingen zurückgreifen. 

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