Kreis setzt mehr Busse ein: Schülerverkehr soll nach Herbstferien entzerrt werden

Das Symbolfoto zeigt einen Schulbus in Hankesbüttel.
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Die Schülerbeförderung in Coronazeiten ist ein heiß diskutiertes Thema: Immer wieder kommt es zu Beschwerden wegen zu voller Busse. Die Situation soll nach den Herbsferien entschärft werden. Das Symbolfoto zeigt einen Schulbus in Hankesbüttel.

Mehr als 13 000 Schüler werden im Schwalm-Eder-Kreis mit etwa 80 Bussen befördert. Abstandsregeln können dabei nicht eingehalten werden. Auf die Kritik von Schulen und vor allem Eltern reagiert die Kreisverwaltung mit Schulbeginn nach den Herbstferien.

Der Schwalm-Eder-Kreis hat nach Aussage von Landrat Winfried Becker daher beschlossen, nach den Herbstferien auf besonders stark frequentierten Buslinien zusätzliche Fahrzeuge einzusetzen. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie und den steigenden Fallzahlen werde angestrebt, insbesondere in der kalten Jahreszeit eine zu große Enge unter den Schülern in den Bussen zu vermeiden.

Die Aufträge an Busunternehmer seien inzwischen vergeben worden.

Bereits seit dem Jahr 2008 gilt im Schwalm-Eder-Kreis, dass Busse nicht mit der maximal zulässigen Fahrgastzahl belegt werden. Die vorhandenen Stehplatzkapazitäten dürfen seitdem lediglich zu 50 Prozent genutzt werden. Dafür wendet der Landkreis seither jährlich 750 000 Euro auf.

Als Beispiel: Wenn in einem Bus eigentlich 40 Sitzplätze und 40 Stehplätze zur Verfügung stehen, würden diese nur mit 20 Schülern genutzt. Statt 80 Schülern seien nur 60 Schüler im Bus. Dies entzerre die Situation aktuell schon ein wenig, sagt Winfried Becker.

„Eine Auswertung der Fahrgastzahlen hat ergeben, dass wir zeitweise bei insgesamt elf Buslinien an die Auslastungsgrenze kommen. Deshalb sollen zeitlich befristet bis zu den Osterferien, Zusatzfahrzeuge auf diesen Linien eingesetzt werden. Damit wollen wir das Infektionsrisiko vermindern“, sagt Winfried Becker.

Alle Schüler seien weiterhin dringend aufgefordert und verpflichtet, sich an die Regeln zu halten und insbesondere den Mund-Nasen-Schutz im Bus sowie an den Haltestellen zu tragen.

Trotz des Infektionsgeschehens gelte in Hessen der Regelbetrieb an Schulen. Es sei daher die einzige Möglichkeit mehr Busse einzusetzen, um die Situation zu entspannen. (Von Damai D. Dewert)

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