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Kreuz zwischen Elfershausen und Ostheim wird vorerst kein Kreisel

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Von: Manfred Schaake

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Vollsperrung in Richtung Elfershausen: Auf dem Autobahnzubringer muss man, von der B 83 kommend, zunächst bis zum Ostheimer Kreisel, wenn man in Richtung Elfershausen oder Hilgershausen will.
Vollsperrung in Richtung Elfershausen: Auf dem Autobahnzubringer muss man, von der B 83 kommend, zunächst bis zum Ostheimer Kreisel, wenn man in Richtung Elfershausen oder Hilgershausen will. © Manfred Schaake

Der Vorschlag, das Elfershäuser Kreuz zwischen Elfershausen und Ostheim in einen Kreisverkehr umzugestalten, lässt sich in absehbarer Zeit nicht verwirklichen.

Elfershausen/Ostheim – Das hat Landrat Winfried Becker in einem HNA-Gespräch erklärt.

Becker, der SPD-Landtagsabgeordnete Günter Rudolph und der damalige Malsfelder Bürgermeister Herbert Vaupel hatten im November 2021 eine Initiative für den Kreisel gestartet.

Mehr Verkehrssicherheit für alle

Ziele des Kreisels sind mehr Verkehrssicherheit für alle, eine Entlastung der Elfershäuser vom Durchgangsverkehr, die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch Busse sowie eine gute Erreichbarkeit des Gewerbegebietes Ostheim. Inzwischen hat sich im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen die Unfallkommission des Schwalm-Eder-Kreises mit drei möglichen Alternativen befasst:

.   Bau eines Kreisverkehrsplatzes,

.   Installation einer Ampelanlage,

.  oder eine dauerhafte Sperrung der Kreisstraße (K) 28.

Am Elfershäuser Kreuz „treffen“ sich die K 28 sowie zwei Landesstraßen. Wie berichtet, hatten sich in den vergangenen Jahren an der Kreuzung schwere Unfälle ereignet, seit dem Herbst 2019 aber nicht mehr. Probeweise war damals eine neue Regelung in Kraft getreten: Die K 28 wurde zwischen dem Kreuz und dem Autobahnzubringer gesperrt. Zunächst sollte diese Regelung bis Ende vorigen Jahres gelten. Sie blieb aber, hieß es damals, weiter bestehen, bis Klarheit über den neuen Vorschlag herrscht.

Keine zeitnahe Lösung

Das Verkehrsministerium hat inzwischen darauf hingewiesen, dass der Bau eines Kreisverkehrs allein durch Planung und Schaffung des Baurechtes keine zeitnahe Lösung biete. Außerdem sei Grunderwerb erforderlich, der sich als schwierig gestalten dürfte.

„Ein Kreisel ist nach wie vor die beste Lösung, aber er braucht Zeit“, sagt der Landrat. Es bleibe aber als Lösung nur der Bau einer Ampelanlage oder die dauerhafte Sperrung der K 28.

Unabhängig vom Prüfergebnis befürwortet der Landrat eine Ampel: „Es gibt vergleichbare Unfallhäufigkeitspunkte, bei denen durch den Bau einer Lichtsignalanlage Verkehrssicherheit geschaffen werden konnte.“ Darüber hinaus würde die Öffnung der K 28 für Autofahrer aus dem Raum Felsberg die direkte Anbindung an die K 15 in Richtung Melsungen und Rotenburg/Bebra wiederherstellen. Becker sagt: „Dies würde nicht nur zu einer Entlastung der Ortslage Elfershausen beitragen, sondern auch die Pendler davor verschonen, täglich einen Umweg von vier Kilometern über den Kreisverkehr in Ostheim fahren zu müssen.“

Nach Angaben Beckers konnte noch nicht abschließend geklärt werden, ob die K 28 überhaupt dauerhaft gesperrt werden könne. Hintergrund: Im Jahr 2026 soll die K 18 – der Autobahnzubringer zwischen den Kreiseln Ostheim und nahe der Domäne Fahre zur Bundesstraße umgewidmet werden.

Da dies weitere Umwidmungen im umliegenden Straßennetz nach sich ziehen werde, müsse vor diesem Hintergrund die Verkehrsbedeutung der K 28 neu bewertet werden. Dieses Umwidmungskonzept werde derzeit von Hessen Mobil erstellt und sei noch nicht abgeschlossen.

Das nervt die Elfershäuser

Die provisorische Sperrung der Kreisstraße zwischen dem Elfershäuser Kreuz und dem Autobahnzubringer hat zu einer zusätzlichen Belastung geführt. „Das nervt die Elfershäuser“, hatte Vaupel bereits im November 2021 erklärt.

Es war auch darüber diskutiert worden, nach einer Öffnung der Kreisstraße in Richtung Dagobertshausen die Landesstraße zwischen dem Kreuz und Ostheim zu sperren. Dies aber hätte unter anderem den Nachteil, dass der Linienbus nicht mehr nach Ostheim fahren könnte.

Zur Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs ist beim Drogeriemarkt Rossmann eine neue Bushaltestelle geplant. (Manfred Schaake)

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