Medizintechnik-Hersteller nahm an Aktion "Kunst privat!" teil

Verborgene Kunst in neuer B. Braun Verwaltung 

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Freuten sich auf eine Führung durch die neue Verwaltung von B. Braun im Stadtwaldpark Melsungen: (von links) Jörg Ackermann, Heike Ackermann, Ursula Klier, Werner Klier, Christa Schmidt und Dorothea Anis.

Melsungen. Ein Blick auf Kunstwerke werfen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind: Das konnten HNA-Leser im neuen Verwaltungsgebäude im Stadtwaldpark tun. 

„Traumhaft, überwältigend, überall blickt man in die Natur“, lauten die ersten Kommentare der Besucher im B. Braun-Gebäude am Stadtwaldpark. Seit 2008 macht der Melsunger Medizintechnikhersteller bei der Aktion „Kunst privat!“ mit. Dabei präsentieren hessische Unternehmen Kunstwerke, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind.

Drei Gewinner der HNA-Kartenverlosung konnten schon am Freitag vor der offiziellen Führung einen Blick auf die Sammlung werfen. Doch vor allem das neu renovierte Gebäude sorgte für staunende Gesichter.

Für den fast Rundumblick ins Grüne sorgen 320 Quadratmeter Glasfläche in dem komplett sanierten Gebäude, berichtet Werksführerin Eva Ullrich-Fink. Vor etwa einem Jahr zog die Verwaltung des Konzerns in den Stadtwaldpark. Verborgen zwischen Bäumen liegt das historische Gebäude, das in den 70er-Jahren als Lungenheilstätte genutzt wurde. Die hellen Räume bieten die ideale Plattform für Gemälde, Fotografien und Skulpturen.

Die etwa 200 Mitarbeiter begegnen ihnen jeden Tag, neben dem Fahrstuhl, auf dem Weg zum Büro oder zur Kantine. Über 800 sind es mittlerweile, verteilt in allen B. Braun-Werken. „Bei der Auswahl der Werke kommt es auf das richtige Gefühl an“, sagt Ullrich-Fink. Seit 1989 sammelt die Familie Braun mithilfe einer Kuratorin zeitgenössische Kunst.

„Die Kunstwerke erschließen sich dem Betrachter nicht immer auf den ersten Blick, so kommen die Mitarbeiter auch gut ins Gespräch“, sagt die Werksführerin. Zu sehen sind unter anderem Werke von Marlene Dumas, Olav Christopher Jenssen, Gustav Kluge und Herbert Brandl.

Kunstwerke mit Bezug zu Forschung und Architektur

„Viele Kunstwerke haben einen Bezug zur Forschung oder zur Architektur“, erklärt Ullrich-Fink. So auch eine mannshohe Baumskulptur aus Eiche. Der Bildhauer Stefan Pietryga habe das Kunstwerk eigens für diese Stelle im B. Braun-Gebäude geschaffen. Die Skulptur schmiegt sich an die geneigte Glaswand, die Spitze zeigt ins Tal zur Stadt der Industrie. Dort ist unter anderem das Werk Pfieffewiesen und das Zentrallabor zu sehen. 

Selbst die Treppe im Herzstück des Gebäudes mutet künstlerisch an. Die wie eine Helix geschwungene Treppe erstreckt sich über vier Etagen und wird dabei nach oben hin immer breiter, wie die Lunge beim Einatmen, erklärt Ullrich-Fink. Damit wollte man die ursprüngliche Bedeutung des Gebäudes als Lungenheilstätte würdigen.

„Das Gebäude ist sehr modern, strahlt aber trotzdem eine Wärme aus“, schwärmt Christa Schmidt aus Binsförth, „wenn man als Mitarbeiter hier täglich Kunst zu sehen bekommt, ist das schon etwas Besonderes.“

Einblick in verborgene Schätze

32 hessische Unternehmen machen dieses Jahr bei der Aktion „Kunst privat!“ mit. Seit 2005 gewähren Firmen so Einblick in ihre Kunstsammlungen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Die Kosten für Führungen oder Sicherheitsvorkehrungen übernehmen die Unternehmen dabei selbst. 

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