Wichtelgesichter-Galerie zum Mitmachen

Kunstwerke im Wald bei Melsungen entdecken und gestalten

Verstecktes Kunstwerk im Wald: die Schatzwächterin „Seriella Schnittstell“.
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Verstecktes Kunstwerk im Wald: die Schatzwächterin „Seriella Schnittstell“.

Ein Spaziergang durch den Melsunger Stadtwald macht derzeit besonders Spaß: Dank versteckter Kunstwerke am Wegesrand.

Melsungen – In der kalten dunklen Jahreszeit fällt der Lockdown so manchem besonders schwer. Psychotherapeutin und Künstlerin Dr. Renate Mahler-Heckmann aus Melsungen rät deshalb, um Bewegungsmangel und Depression entgegenzuwirken, zu einem täglichen Waldspaziergang mit der ganzen Familie.

Um diesen spannender zu gestalten, hat sie die Idee zu einer Art Waldatelier entwickelt, an dem alle Spaziergänger mitgestalten können. Im Melsunger Stadtwald befindet sich die Wichtelgesichter-Galerie entlang der Bartenwetzerwanderwege B1/B2. „Mir selbst hilft es, nicht in der Stube hocken zu bleiben und Trübsal zu blasen, sondern rauszugehen und mit dem reichhaltigen Material, das mir der Wald anbietet, fröhliche Wichtelgesichter zu gestalten“, sagt Mahler-Heckmann. Bereits zum Geburtstag ihrer Enkelkinder im November habe sie für den Kindergeburtstag, der, wie vieles in diesem Jahr, ohne große Gästeschar stattfinden musste, aus Naturmaterialien im Wald 18 Wichtelgesichter gestaltet.

Anlässlich des 65. Geburtstages ihres Mannes Erwin Heckmann, der seit 30 Jahren Revierförster in Melsungen ist, hat sie mit Freunden nun eine neue Wichtelgesichter-Galerie angelegt.

Die 65 Gesichter und Figuren, gestaltet aus Wurzeltellern, Moos und Baumstümpfen, sind am Wegesrand versteckt. Kleine Latten weisen auf die Objekte hin, die oft sehr bodennah angesiedelt sind. Mahler-Heckmann hofft, dass sich möglichst viele Spaziergänger am Erhalt des Waldateliers beteiligen, denn die aus Naturmaterialien gestaltete Kunst ist vergänglich. „Während die einen zerfallen und vermodern, werden neue gestaltet und zum Leben erweckt“, sagt Mahler-Heckmann.

Voraussetzungen für einen Besuch im Waldatelier sind festes Schuhwerk und Kreativität. Der Rundweg ist rund sechs Kilometer lang. Bei dem Ars-Natura-Kunstwerk „Serielle Schnittstellen“ von Christa Niestrath finden die Spaziergänger eine Schatzkiste mit einem Büchlein, in das Teilnehmer kleine Botschaften eintragen können. „Die Otto-Dannenberg Hütte lädt zu einer kleinen Rast ein und belohnt mit einem schönen Ausblick“, sagt Mahler-Heckmann.  

Info: Waldatelier entlang der Bartenwetzer-Wanderwege B1/B2 im Melsunger Stadtwald; Start- und Zielpunkt ist das Waldschwimmbad an der Dreuxallee. (Barbara Kamisli)

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