Melsunger spenden für Kinder in Partnerstadt Koudougou

Lebensmittel für Kinderstation in Burkina Faso

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Melsungen – Christiane Heinecke-Porstmann war schon oft in Koudougou, der Melsunger Partnerstadt in Burkina Faso. Aber was sie bei ihrem letzten Besuch vor wenigen Wochen gesehen hat, darüber war sie sehr erschrocken. Zusammen mit ihrem Vorstandskollegen Alexander Schmidt hat sie das Krankenhaus Hôpital de l’Amitié besichtigt, darunter auch die Geburtenstation.

Die Kreißsäle

„Die beiden Kreißsäle waren in einem erbärmlichen Zustand“, berichtet sie. Vier Pritschen stehen dicht an dicht in einem Raum, der 30 Quadratmeter groß ist. Vier weitere Pritschen stehen in einem zweiten Kreißsaal.

In beiden Räumen werden 4000 Kinder pro Jahr geboren. Die Liegen sind schmal, zu kurz und heruntergekommen. Zwischen ihnen ist nur so viel Platz, dass die Hebamme durchpasst. Für sie gibt es noch einen Stuhl und einen Schreibtisch im Raum. Eine Metalltür führt zur Toilette, „die nicht sauber ist“.

Dort steht auch ein Steintisch, auf dem die Neugeborenen gewickelt werden. „Ein desolater Zustand“ – wie der gesamte Krankenhauskomplex, sagen Christiane Heinecke-Porstmann und Alexander Schmidt. Die Regierung habe in Aussicht gestellt, die Ausstattung der Geburtssäle zu finanzieren, sofern das Krankenhaus neue oder renovierte Räume bereitstelle. Die Kosten hierfür werden auf 23 000 Euro geschätzt. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann eine Spende an den Melsunger Städtepartnerschaftsverein übergeben.

Lebensmittelspenden

Christiane Heinecke-Porstmann und Alexander Schmidt haben bei ihrem Besuch 1100 Euro Spendgeld von Melsungern an das Krankenhaus übergeben. Das Geld wurde gezielt für die Lebensmittelversorgung der Kinderstation gesammelt. „Mit dem Geld ist diese nun für das gesamte Jahr 2020 gesichert“, sagt Heinecke-Porstmann. Die Lebensmittel werden im Laufe des Jahres bedarfsgerecht von Vertrauenspersonen des Städtepartnerschaftsvereins eingekauft und dem Krankenhaus übergeben.

Neue Richtlinien

Der Städtepartnerschaftsverein hat die Anforderungen bei der Neuaufnahme von Patenkindern erhöht. Der Grund: Viele Patenkinder haben nur schwach ausreichende oder ungenügende Schulnoten. Wer nun einen Notendurchschnitt der Hälfte der erreichbaren Punkten schafft, muss zukünftig die Klasse wiederholen und/oder Nachhilfeunterricht mithilfe des Patenschaftsgelds finanzieren, nach Abzug der Schulgebühren.

Milchpulverprojekt

Im Waisenhaus Tal néré trafen die beiden Melsunger alle ehemaligen und aktuellen Kinder des Milchpulverprojekts. Pflegemütter waren mit ihren 13 gesunden und munteren Babys und Kleinkindern gekommen.

Dank zweier Melsunger Privatspenden haben die Familien an diesem Tag ein reichhaltiges Mittagessen bekommen und konnten zusätzlich Seife, Waschmittel, Kekse und Säfte mit nach Hause nehmen. Aktuell werden 13 Milchpulverprojekt-Kinder durch Melsunger Spenden unterstützt.

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