Lieber offen für alle: Melsunger Seniorenbeirat wünscht sich neue Zusammensetzung

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Im Einsatz für Senioren: von links Günter Hiebenthal, Seniorenbeauftragte Alina Überdiek und Marion Viereck.

Melsungen. Der Seniorenbeirat soll künftig offen für alle interessierten Menschen sein. Das fordert der aktuelle Vorstand des Melsunger Seniorenbeirats.

Die Stadtverordneten könnten diese Änderung der Richtlinien beschließen. Der Seniorenbeirat wird immer nach Kommunalwahlen neu gebildet - das nächste Mal also im kommenden Jahr.

Das städtische Gremium umfasst 14 Personen, die derzeit nach festen Regeln entsandt werden: Er setzt sich zusammen aus je einem Vertreter der Fraktionen, je einem Vertreter der evangelischen, katholischen und der freien Kirchen, einem Vertreter der Stadtteile, der Sozialverbände Awo und VdK, dem Geschäftsführer des Dr.-Horst-Schmidt-Hauses, dem Bürgermeister und der Seniorenbeauftragten. Vier Mal im Jahr treffen sich die Mitglieder mindestens. Der Seniorenbeirat hat nur eine beratende Funktion.

Durch eine Lockerung dieser Kriterien erhoffe sich der Vorstand neue Impulse, Sachverstand und hoch motivierte Mitstreiter, sagt Marion Viereck (67), die seit 14 Jahren Vorsitzende ist.

Draht zur Politk  

Seit 25 Jahren gibt es den Seniorenbeirat der Stadt nun. Dafür gab es jüngst eine Urkunde von der Landesseniorenvertretung Hessen. Anders als beispielsweise der Behindertenbeauftragte ist der Seniorenbeirat nach der Hessischen Gemeindeordnung für Kommunen freiwillig.

„Wir fungieren auch als Vermittler zwischen den Anliegen der älteren Menschen in der Stadt und der Kommunalpolitik“, sagt Viereck. Allerdings gebe da auch noch Luft nach oben. Da sowohl Marion Viereck (FDP) als auch ihr Stellvertreter Günter Hiebenthal (SPD) im Stadtparlament sitzen, sind die Wege kurz. Die Kommunikation liefe wohl nicht so gut, wenn der Vorstand nicht politisch aktiv wäre, gibt Viereck zu bedenken. „Wir haben das Thema Barrierefreiheit voran getrieben und die Situation in den Altenheimen kritisch begleitet“, sagt Hiebenthal (76). Auch für die Einrichtung einer Demenzgruppe habe man sich stark gemacht.

Unterstützt wird der Seniorenbeirat von der städtischen Seniorenbeauftragten Alina Überdiek. Ohne diese Hilfe wären viele Angebote nicht aufrecht zu erhalten, sagt Viereck.

Aktivitäten

Der Seniorenbeirat bietet viermal jährlich ein offenes Themenfrühstück an, dass mittlerweile eher Brunch oder Mittagessen ist. Je nach Jahreszeit gibt es saisonales Essen und einen Vortrag oder Unterhaltungsangebote jeweils im Wechsel zwischen Kernstadt und Stadtteilen. In Kehrenbach waren es zuletzt 90 Teilnehmer - ein Rekord. Üblicherweise seien die Veranstaltungen mit etwa 50 Teilnehmern aber auch gut besucht, sagt Viereck.

Kommen könnten übrigens auch gerne jüngere Teilnehmer. In Absprache mit dem Sozialverband VdK gibt es regelmäßig Fahrten. Zum Angebot gehören auch noch Spielenachmittage, eine mittlerweile autarke Skat-Runde, Stände für wohltätige Zwecke und einiges mehr.

Finanzierung 

Über ein eigenes Budget verfügt der Melsunger Seniorenbeirat nicht. Alle Angebote müssten also entweder kostendeckend kalkuliert werden oder mit Spenden bezuschusst werden. Im Gespräch sei derzeit, die erfolgreiche Seniorenmesse wiederzubeleben.

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