Neues touristisches Angebot in Neumorschen

Märchenhaft übernachten: Melsunger baut alte Schmiede zu Pension um

Familienprojekt: Gert Janenzky wird bei Umbau und später beim Betrieb der Pension von seiner Frau Angela (Mitte) und seinen Schwestern Ulrike Janenzky (links) und Katrin Döring unterstützt.

Neumorschen. Das touristische Angebot in Morschen wird künftig um eine Pension reicher sein. Der Melsunger Gert Janenzky baut derzeit die alte Schmiede in Neumorschen um.

Ende des Jahres sollen die neun Zimmer, ein Café und ein Biergarten fertig sein.

„Es war schon immer unser Traum, eine Pension zu haben“, sagt Gert Janenzky. Er baut die alte Schmiede in Neumorschen gerade zur Märchenschmiede um, die er mit Unterstützung seiner Frau Angela und seinen Schwestern Ulrike Janenzky und Katrin Döring betreiben wird. Mit dem Biergarten und dem Café wollen die Betreiber auch eine Anlaufstelle für die Mörscher werden.

Das Konzept 

Jedem Zimmer in der Pension mit 16 Betten soll ein Märchen der Brüder Grimm zugeordnet sein. Details in den Räumen werden Hinweise darauf geben, sagen Gert und Angela Janenzky. So wird im Froschkönig-Zimmer eine goldene Badewanne stehen.

Einige der neun Zimmer werden mit einem eigenen Bad ausgestattet sein. Für die anderen wird es Gemeinschaftsbäder geben. Es sollen ein Familienzimmer und zwei Einzelzimmer entstehen. „Alle anderen Zimmer werden in der Regel mit zwei Betten ausgestattet sein“, sagt der 58-Jährige. Auf Fernseher in den Zimmern werde man aber verzichten, da auch das Miteinander unter den Gästen zum Konzept gehöre.

Die Zielgruppe

Wanderer, Rad- und Motorradfahrer seien die Zielgruppe, die man mit dem neuen Übernachtungsangebot ansprechen wolle. Die Lage am Radweg 1 und 5 sowie an der Handwerkerroute sei dafür optimal. Dafür soll die Schmiedewerkstatt wieder hergerichtet werden und in Betrieb genommen werden.

Heiße Eisen: Die alte Schmiedewerkstatt soll wieder in Betrieb genommen werden. Fotos: Kamisli

„Wir sind außerdem beide Wanderführer und fahren auch Motorrad“, sagen Janenzkys. Damit könne man den Gästen auch Tipps für Wanderungen und Ausflüge in der Region geben. Die Betreiber wollen eng mit der Grimm-Heimat Nordhessen zusammenarbeiten. Eine Klassifizierung als Bett & Bike-Haus sei ebenfalls angestrebt.

Biergarten und Café 

50 Plätze soll der Biergarten später bieten. Und: Es soll ein Biergarten nach bayerischem Vorbild werden. „Das Besondere daran ist, dass der Gast seine Brotzeit selbst mitbringen kann“, sagt Ulrike Janenzky. Auch in der Marktstraße soll das in einem Teil des Biergartens möglich sein.

Das kommt nicht von ungefähr, Gert Janenzky und seine Schwestern haben bayerische Wurzeln. Es wird aber auch einen Teil mit Speisenangebot geben. Im Café sollen 30 Plätze entstehen. Dort wird es neben Kaffee und Kuchen auch kleine Speisen geben. „Wir wollen überwiegend regionale Produkte anbieten“, sagt Angela Janenzky.

Investition 

Neben viel Eigenleistungen schätzt Gert Janenzky wird er am Ende 400.000 Euro investiert haben. Der Ankauf der alten Schmiede sei in diesen Kosten schon mit eingerechnet.

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