Historisches Gebäude durch Feuer beschädigt

Brand am Melsunger Schloss: Notfallsanitäter eilt zur Hilfe - Polizei ermittelt Ursache

Ein Feuerwehrauto steht nachts vor dem Melsunger Schloss.
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Notfallsanitäter löscht Feuer am Melsunger Schloss - Feuerwehr eilt zu Hilfe.

Am Melsunger Schloss ist am Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen. Das beherzte Eingreifen eines Notfallsanitäters verhindert Schlimmeres. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Melsungen - Passanten meldeten am Donnerstagabend ein Feuer an der Baustelleneinrichtung am Melsunger Schloss. Dort brannte kurz vor 22 Uhr ein Kunststoffnetz. Wegen Renovierungs- und Erhaltungsarbeiten an dem zwischen 1550 und 1557 als Jagdschloss erbauten Gebäude, in dem heute das Amtsgericht und eine Außenstelle des Finanzamtes untergebracht sind, sind Teile der Außenfassade eingerüstet. Als zusätzlicher Schutz ist an dem Baugerüst das Kunststoffnetz angebracht.

Als Erstes traf die Besatzung eines Rettungswagens vom Roten Kreuz Melsungen an der Einsatzstelle ein. Ein 46-jähriger Notfallsanitäter sah, dass von dem Kunststoffnetz brennende Tropfen nach unten fielen. Sofort griff er sich den Feuerlöscher aus dem Rettungswagen und konnte damit die Flammen am Boden löschen.

Die wenige Minuten später eintreffenden Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Melsungen stellten fest, dass die Flammen etwa 30 Quadratmeter des Netzes erfasst hatten, bevor sie von selbst erloschen. Bis auf eine Höhe von 10 Metern war das Netz zerstört.

Der gesamte Außenbereich an dem historischen Gebäude, wurde kontrolliert. Dazu stiegen Feuerwehrleute auf das Baugerüst. Außer dem verbrannten Schutznetz konnten keinen Schäden festgestellt werden. Es war auch nicht zu einer Verrauchung im Inneren des Gebäudes gekommen.

Insgesamt waren außer der Rettungswagenbesatzung, ein kompletter Löschzug und zusätzlich das Flutlichtfahrzeug, sowie eine Streife der Polizei Melsungen an der Einsatzstelle. Die Leitung der 24 Feuerwehrleute hatte der stellvertretende Wehrführer Markus Dickel. Die Polizei leitete weitere Ermittlungen zur Brandursache ein. Zur Höhe des Schadens konnten keine Angaben gemacht werden. (Helmut Wenderoth)

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