Coronavirus

Maskenpflicht im Landkreis: Verordnung gilt für Bahnen, Busse und Geschäfte

20.04.2020, Sachsen, Dresden: Michael Riedel, Gesundheits- und Krankenpfleger, steht am Morgen auf dem Weg zur Arbeit an einer Straßenbahnhaltestelle und trägt einen Mundschutz. In Sachsen werden im Kampf gegen Corona-Pandemie ab heute die Beschränkungen des Lebens vorsichtig gelockert, es gilt jedoch eine Maskenpflicht in Bus und Bahn. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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Symbolfoto. 

Der Schwalm-Eder-Kreis bekommt – wie ganz Hessen – eine Maskenpflicht. Im Personennahverkehr und in Geschäften wird es demnach Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

 Das teilt die Kreisverwaltung am Dienstag mit. Da die hessische Landesregierung Details erst am Dienstagabend festlegte, sind noch Fragen offen. Zum Beispiel ab wann die Pflicht gilt, ob sie auch Kinder einschließt und was im Fall eines Verstoßes droht. Wahrscheinlich sei, so war am Dienstag aus Wiesbaden zuhören, dass die Pflicht bereits ab Montag greife.

Die Masken können auch selbst genähte Masken, Tücher oder Schals sein, die nach Expertenmeinung als textile Barrieren für die Verhinderung von Infektionen sehr hilfreich sind. Diese Regelung muss ebenfalls von den Fahrern eingehalten werden. Der Schwalm-Eder-Kreis bittet um Verständnis, dass den Einwohnern die zu tragenden Mund-Nasenschütze nicht gestellt werden können.

„Für den Schwalm-Eder-Kreis haben wir unsere Allgemeinverfügungen im Bereich der Schutzmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen sowie Rehabilitationseinrichtungen, der Trauerfeierlichkeiten und Beerdigungen sowie der Schutzmaßnahmen bei Zusammenkünften jeglicher Art bis zum 3. Mai verlängert“, sagt Winfried Becker, Landrat.

In der jüngsten Allgemeinverfügung wird auch der Schulstart im Landkreis geregelt. Mit dem für Hessen angekündigten Schulstart, zum 27. April wird der Unterricht in den Schulen schrittweise wieder aufgenommen. Der Landkreis als Schulträger habe die staatlichen Schulen mit zusätzlichen Hygieneartikeln bestückt. Dazu zählen Flächendesinfektionsmittel, Seifenspender in allen Klassenräumen mit Waschbecken sowie Einmalpapierhandtücher. Die Lehrer seien verantwortlich für die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

Wie es weitergehe, könne er nicht vorhersagen, sagt Becker. „Ich halte es für absolut richtig, dass sich die Bundeskanzlerin 14-täglich mit den Ministerpräsidenten verständigt und neu entscheidet. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lockerungen des Lockdowns auswirken. Das werden wir immer erst verzögert feststellen können.“ Daher sei es nicht seriös, heute eine Vorhersage zu machen. Foto: Schwalm-Eder-Kreis " SEITE 3

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