B. Braun baut Lungenheilanstalt in Melsungen um

Kräne weithin sichtbar: Projektleiter Darius Maloschek zeigt auf den Eingangsbereich der ehemaligen Lungenheilanstalt. Ab 2017 geht es durch ein modernes Portal ins Innere des Verwaltungsgebäudes. In der Bildmitte ist eine der vielen Stützen erkennbar, die die Außenwände vor dem Einstürzen sichern. Fotos: Dewert

Melsungen. Es ist die größte Baustelle Melsungens, für die Einwohner aber auch die unscheinbarste.

Im Stadtwaldpark läuft der Umbau der ehemaligen Lungenheilanstalt zum B. Braun-Verwaltungssitz auf Hochtouren.

30 Millionen Euro verbaut der Medizintechnikhersteller um die Zentralbereiche des Unternehmens zusammenzulegen. Dazu gehören unter anderem die Personal- und die Rechtsabteilung, die Unternehmenskommunikation, die Finanzabteilung sowie der Vorstand.

200 Mitarbeiter werden am umgebauten Standort arbeiten - in etwa so viele wie bisher schon, sagt Mechthild Claes von der Unternehmenskommunikation. Bis 2009 waren dort beispielsweise Laboratorien untergebracht.

Die Lungenklinik werde derzeit komplett entkernt, berichtet Darius Maloschek, Projektleiter bei Braun. Auch die Gründungsarbeiten für die neue Kantine und einen großen Veranstaltungsraum laufen. Um die Tragfähigkeit sicherzustellen, wird das alte Fundament mit einem Hochdruck-Injektionsverfahren mit Flüssigzement unterspritzt.

Auch im neuen Gebäude soll es das offene und transparente Bürokonzept geben. Nicht ganz einfach angesichts der ehemaligen sehr kleinteiligen Raumaufteilung.

Herz- und Prunkstück wird eine imposante Treppe im Eingangsbereich werden. Über vier Etagen wird sich eine geschwungene Treppe erstrecken, die ähnlich einer Helix geschwungenen ist. Der Eingangsbereich ist bereits abgebrochen. Es stehen nur noch die Außenwände: „Die Einsturzgefahr ist hoch. Alle Wände werden aufwändig abgestützt. Die Versteifung durch die Decken fehlt“, sagt Maloschek.

Größere Schwierigkeiten hätten sich bisher glücklicherweise nicht ergeben. Bei einem etwa 100 Jahre alten Gebäude müsse man immer auf Überraschungen gefasst sein, sagt Maloschek. Die Gebäudeinfrastruktur müsse natürlich auch vollständig erneuert werden: Heizungen, Elektroleitungen und der Sanitärbereich. Trotz der umfangreichen Bauarbeiten bleibt der gesamte Baumbestand im Stadtwaldpark unangetastet. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2017 geplant.

Von Damai D. Dewert

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