Mehr als hundert Computerspieler bei Paradox-LAN in Melsunger Kulturfabrik

Vernetzt: Roman Müller (vorn) und Konstantin Rain aus Morschen vor ihren PCs in der Melsunger Kulturfabrik. Fotos: Becker

Melsungen. 120 Computerspieler haben sich jetzt zur LAN-Party in der Melsunger Kulturfabrik getroffen.

Es ist ein Paradies für jeden leidenschaftlichen Computerspieler. Pizza-Lieferung direkt an den Platz, Preise abstauben durch erfolgreiches Spielen, neue Spiele antesten und wer in alten Erinnerungen schwelgen möchte, vergnügt sich in der Konsolen-Lounge bei Klassikern aus der Kindheit. Am Wochenende gaben sich hunderte Besucher bei der Paradox-LAN in der Melsunger Kulturfabrik ihrer Leidenschaft hin.

LAN ist englisch für Local Area Network und bedeutet etwa lokales Netzwerk. Dabei werden dutzende Computer zusammengeschlossen. Computer, Maus, Tastatur und Kopfhörer bringen die Spieler von zuhause mit.

Das Organisationsteam des Computerspiel-Festivals stellte ein Programm mit viel Abwechslung zusammen. Die Veranstalter hatten sich viele Gedanken über das Unterhaltungsprogramm gemacht, das ein Markenzeichen des Festivals ist.

Verkauften Fan-Artikel von Spiele-Klassikern: Katja Köhler (links) und Julia May.

„Im Kern sind wir eine LAN-Party, aber wir feilen viel am Drumherum“, sagte Gerrit Bonn vom Organisationsteam, während nebenan einige Besucher mit Plastikpistolen Zielscheiben anvisierten. Auch deshalberfreuen sie sich großer Beliebtheit. So war zum Beispiel wie in den vergangenen Jahren wieder ein Friseur dabei. Markus Salomon vom Friseursalon Ultimate Hairstyle Kubi schnitt Haare, während ein Laptop per Live-Übertragung die Spiele der Turniere zeigte, damit die Kunden auch ja nichts vom Spielgeschehen verpassten. Eine Neuerung war der Stand vom Flashback Shop aus Kassel, an dem allerlei Fanartikel von Spiele-Klassikern angeboten wurden, die dann den Platz einiger Teilnehmer dem Anlass entsprechend schmückten.

Die Teilnehmer gaben durchweg positive Rückmeldungen: Henrik Huth aus Kassel beispielsweise kommt jedes Jahr nach Melsungen und dokumentiert die Veranstaltung mit seiner Kamera, um später ein Video online zu stellen: „Die LAN ist äußerst familiär. Man kann hier leicht andere Leute kennen lernen“, sagte er. Besonders schätze er die vielen Möglichkeiten und dass die Veranstalter sehr offen für Feedback sind. Von der Behauptung, LAN-Partys würden wegen des Internets aussterben, will Gerrit Bonn nichts wissen: „Nächstes Jahr feiern wir unser 10-jähriges Bestehen und es läuft immer noch gut“, sagte er. „Jedes Jahr seit Bestehen hören wir das schon“.

120 Spieler waren zur LAN-Party gekommen. Das stellte auch die Kapazitäten des örtlichen Pizza-Bringdiensts und Supermarkts einmal mehr auf den Prüfstand. Manche reisten gemeinsam als Team an, trugen einheitliche Mannschaftstrikots. Bei der LAN-Party sei jeder willkommen, natürlich auch Anfänger, sagte Bonn.

Von Lars Becker

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