Melsungen beschließt Haushalt: 16 neue Stellen im Jahr 2020

Melsungen – Alle für den Haushalt: Die Melsunger Stadtverordneten verabschiedeten am Mittwochabend gemeinsam den Haushalt für das kommende Jahr 2020.

Das ist schon deshalb erwähnenswert, da es nicht üblich ist, den Haushalt bereits im alten Jahr auf den Weg zu bringen. Den Melsungern ist das bereits im fünften Jahr in Folge gelungen – parallel dazu auch der Haushaltsausgleich. Lob gab es deshalb fraktionsübergreifend für die Finanzabteilung und allen voran für Kämmerin Cornelia Ritter-Wengst. Ein einstimmiges Votum ist auch nicht die Regel.

Aber genug der Besinnlichkeit. Es gab auch Kritik, vor allem aber wurden einige Änderungsanträge zum Haushalt abgelehnt. So gibt es beispielsweise keine Informationsbroschüre zum Thema Plastikmüllvermeidung. Diese sollte haushaltsdeckend verteilt werden und ein wiederverwendbares Einkaufsnetz sollte es obendrein geben. Die Idee dazu hatte die Grünen-Fraktion. Kostenpunkt: 10 000 Euro.

Weitere Anträge:

 Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) wollte im Haushalt mehr Geld für den Erwerb von Grundstücken zur Verfügung stellen – 100 000 Euro. Quasi als Anreiz, Bauland zu kaufen, sagte Fraktionschef Gerhard Ludolph. Denn die Summe habe allenfalls symbolischen Charakter. Im Haushalt sind derzeit 20 000 Euro veranschlagt. Der Vorschlag wurde abgelehnt.

Der Fliedergraben sollte besser beleuchtet werden. Das hatte die FWG vorgeschlagen. 20 000 Euro sollten im Haushalt für den Ausbau der Beleuchtung ausgegeben werden. Der Antrag zum Haushalt wurde ebenfalls abgelehnt. Ohnehin sei geplant, die Lampen durch hellere Leuchtmittel (LED) zu ersetzen und Pflanzen zurückzuschneiden, die den Gehweg verdunkelten.

 Die FWG wollte zudem 50 000 Euro für die Sanierung des Kindergartens in Röhrenfurth. Dieser wird um einen Gruppenraum erweitert. Sowohl für die Erweiterung als auch für die Sanierung des Bestands stehen jedoch 250 000 Euro im Haushalt bereit. Der Antrag der FWG unterstrich daher nur noch mal bereits Geplantes.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird künftig aufgewertet. Auf Antrag von Bürgermeister Markus Boucsein werden 10 000 Euro im Haushalt bereitgestellt. Mit dem Geld kann zusätzliche Beleuchtung angeschafft werden.

Verabschiedet wurde auch der neue Stellenplan für 2020. Dieser umfasst immerhin 16 neue Vollzeitstellen.

Das Gros der Stellen ist für neue Erzieherinnen vorgesehen. Für die vier städtischen Kindertagesstätten werden zwei Springerstellen geschaffen und für den neuen Kindergarten Fulda-Ufer sucht die Stadt bereits frühzeitig nah geeigneten Erzieherinnen. 12,5 Stellen sind für den neuen Kindergarten vorgesehen. Hinzukommt eine Planstelle für den Küchenbereich. Der Kindergarten am Fulda-Ufer soll Ende 2020 eröffnet werden.

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