Melsungen: 90-Millionen-Euro-Investition

B. Braun startet Mega-Projekt in Melsungen – Erste Details werden bekannt

Es geht los: B. Braun hat den Bau des neuen Werks K begonnen. Mit dabei waren von links Architektin Antje Hellrung, Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun und Projektleiter Artur Bitner.
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Es geht los: B. Braun hat den Bau des neuen Werks K begonnen. Mit dabei waren von links Architektin Antje Hellrung, Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun und Projektleiter Artur Bitner.

90 Millionen Euro investiert der Melsunger Medizintechnikhersteller B. Braun in sein neues Werk K in Melsungen. Mit dem Baubeginn wurden erste Details zum Mega-Projekt bekannt.

Melsungen – Active lautet der Name für das Werk in den Pfieffewiesen.

„Das ist auch für uns etwas Großes“, sagt Anna Maria Braun, Vorstandsvorsitzende. Zwar habe es in den vergangenen Jahren in den USA und in Malaysia Investitionen zwischen 120 und 180 Millionen Euro gegeben. „Aber die waren auf verschiedene Projekte verteilt“, sagt sie.

Los geht’s mit dem Bau der Halle für die Logistik. „Die anderen Gebäudeteile wie Produktion und Technik kommen später hinzu“, stellte Architektin Antje Hellrung die Planung während eines Ortstermins vor. Baustart für den Rohbau ist im August. „Das Werk soll aus ähnlichen Materialen gebaut werden, wie die umliegenden Gebäude“, sagt Hellrung. Das seien Sichtbeton und Aluminiumfenster. „So setzen wir den modernen Stil der Gebäude in den Pfieffewiesen fort.“

Aktuell laufen noch Erdarbeiten. Etwa 27 000 Kubikmeter Erde müssten ausgebaggert und entsorgt werden. „Das sind 2700 Lastwagen voll“, sagt Projektleiter Artur Bitner. Das Gebäude sei so geplant, dass jeder Bereiche eine eigene Etage habe. Dies führte zu einer Steigerung der Produktivität, sagt er. Fünf Etagen sollen es werden. In den unteren wird sich die Logistik befinden. Darüber kommen die Produktion, die Technik für die Reinraumversorgung und die Technik für Lüftung, Wasseraufbereitung und Kunststoffgranulat.

Auch ökologischer als das bisherige Werk an der Carl-Braun-Straße soll Active werden. „Es wird zwar nicht emissionsfrei“, sagt Vorstandsmitglied Dr. Meinrad Lugan, Leiter der Sparte Hospital Care, zu der das Werk gehört, „aber wir können den CO2-Ausstoß um bis zu 40 Prozent reduzieren.“

Im neuen Werk seien unter anderem selbstfahrende Wagen und eine digitale Überwachung der maschinellen Prozesse geplant, berichtet Lugan.

Anfang 2023 sollen die ersten Mitarbeiter aus Werk  K umziehen, Ende 2025 die letzten. (Von Fabian Becker)

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