Mann kam in Klinik

Feuerwehr rettet Melsunger aus verqualmter Wohnung

Melsungen. Zwei aufmerksamen Feuerwehrleuten hat ein Mann aus Melsungen vermutlich sein Leben zu verdanken.

Die beiden Freiwilligen Feuerwehrleute waren am Freitagabend kurz nach 23 Uhr nach Hause gekommen, als sie aus einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Schulstraße einen Rauchmelder pfeifen hörten. Auch ein Nachbar, der den Alarm gehört hatte, hielt sich vor dem betroffenen Haus auf der Straße auf. 

Die beiden Feuerwehrmänner erkundeten sofort, aus welcher Wohnung die Alarmtöne kamen. Vor der Wohnungstür war deutlich Rauchgeruch wahrnehmbar, auf Klopfen und Klingeln reagierte Niemand. Sofort veranlassten sie die Alarmierung der Feuerwehr. 

Erschüttert zeigten sich die Brandschützer vom Verhalten des Nachbarn, der sie aufforderte, das „nervige Gepfeife“ des Rauchmelders abzustellen. Nachgeschaut, oder die Feuerwehr alarmiert, hatte der Mann nicht.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, öffneten sie mit Gewalt die Tür und gingen mit Atemschutzgeräten in die total verrauchte Wohnung vor. Im Wohnzimmer schlief der Mann auf dem Sofa. In der Küche kokelte auf dem Elektroherd ein Plastikteil. Dichter Rauch zog durch die Wohnung. Der Mann wurde sofort ins Freie gebracht und anschließend dem Rettungsdienst übergeben, der ihn in eine Klink brachte. 

Der Schwelbrand, der bereits vom Herd auf weitere Küchenteile übergegriffen hatte, wurde schließlich relativ schnell gelöscht. Mit einem Hochdrucklüfter wurde der stinkende Rauch aus der Wohnung geblasen. 

Die Freiwillige Feuerwehr Melsungen war unter der Leitung von Wehrführer Patrick Schwarz mit 18 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen an der Brandstelle in der Schulstraße. Zusätzlich war das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und die Polizei vor Ort. Vermutlich hatte der Mann die eingeschaltete Herdplatte in der Küche vergessen und war eingeschlafen. 

Alle anderen Wohnungen in dem Haus blieben bewohnbar. Die Höhe des entstandenen Schadens konnte noch nicht festgestellt werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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