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Gerüchte stimmen nicht – Melsunger Café und Pension Zur Traube bleibt

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Von: Marvin Hinrichsen

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Freuen sich auf die nächsten fünf Jahre: Mitarbeiterin Kathrin Bahlke und Pächter Krzysztof Namiel-Richter im Café und Pension Zur Traube.
Freuen sich auf die nächsten fünf Jahre: Mitarbeiterin Kathrin Bahlke und Pächter Krzysztof Namiel-Richter im Café und Pension Zur Traube. © Marvin Hinrichsen

Kuchen, Salate und Schnitzel. Für viele Melsunger ist das Café und Pension Zur Traube aus der Stadt nicht wegzudenken. Nun soll das Gebäude an der Brückenstraße 26 verkauft werden.

Melsungen – Viele Gäste fragen sich nach den Gerüchten im Internet jetzt wie und ob es weitergeht. „Ich kann alle beruhigen, der Pachtvertrag läuft noch fünfeinhalb Jahre und solange bleiben wir auch hier und haben weiter geöffnet“, versichert Inhaber Krzysztof Namiel-Richter.

Er selbst hätte gern das Gebäude gekauft, aber es sei ihm schlichtweg zu teuer. „Wir haben ein Angebot vorgelegt bekommen, das Haus zu kaufen, aber laut Gutachter wären insgesamt eine Million Euro nötig gewesen, um alles zu sanieren“, sagt Namiel-Richter. Dazu steht das Gebäude auch unter Denkmalschutz.

Gern erinnere er sich an die Zeit, als er 2015 nach Melsungen gekommen sei. Der gelernte Einzelhandelskaufmann hatte zuvor in diversen Cafés und Konditoreien gearbeitet. Dort habe er das Kochen und Backen gelernt. Irgendwann hätte eine Freundin ihm geraten, sich selbstständig zu machen.

2017/2018 habe er dann alles für die Eröffnung der Traube gegeben, als er gehört habe, dass die Räume an der Brückenstraße leer standen. Doch vom Zustand der Räume im Gebäude sei er anfangs alles andere als begeistert gewesen. „Als wir das erste Mal hier drinnen waren, dachte ich, das wird doch niemals fertig“, sagt der 35-Jährige.

Vorher sei es eine Raucherkneipe gewesen und alleine den Geruch herauszubekommen, sei harte Arbeit gewesen. „Die ganze Familie hat mit angepackt und wir haben hier alles Tag und Nacht saniert“, erinnert sich der Betreiber. Es stecke so viel Energie, Zeit und Liebe im Betrieb. „Es ist für uns wunderschön zu sehen, dass dies auch den Gästen auffällt.“

Er freue sich sehr, dass den Leuten das Café so wichtig sei. „Mich haben so viele Menschen angeschrieben und mich gefragt wie es mit dem Lokal weitergeht“, sagt Namiel-Richter. Wir machen keine richtige Werbung, sondern nur ein bisschen was über unsere Facebook-Seite und trotzdem kennen so viele unser Café, freut sich der Betreiber der Traube.

Für die Zukunft wünscht er sich, dass er noch 20 Jahre in dem Gebäude bleiben kann. „Ich hoffe, dass wir auch nach den fünf Jahren weiter im Gebäude bleiben können“, sagt Namiel-Richter. (Marvin Hinrichsen)

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