Wenige Zuschauer sehen viele Akteure:

Melsunger Karneval in der Stadthalle war nur mäßig besucht

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Applaus fürs schweißtreibende Üben und tolle Auftritte: Das Männerballett aus Röhrenfurth und Einzelmariechen Hanna Friedrich, die von Co-Moderatorin Franzi Lassas beglückwünscht wurde, erhielten viel Beifall.  

In einem mehr als dreistündigen Programm präsentierte der Melsunger Karneval-Club ein buntes Programm aus Tänzen, Musik und Büttenreden. 

Sitzungspräsident Carsten Barthel führte mit Franzi Lassas gelungen durch den Abend. Unterstützung bekamen die Melsunger nicht nur aus Röhrenfurth und vom Tuspo Lohne, sondern auch aus der Partnerstadt Bad Liebenstein.

Einzelmariechen Hanna Friedrich, die von Co-Moderatorin Franzi Lassas beglückwünscht wurde, erhielt viel Beifall.

Leider waren die Zuschauerzahlen nicht so wie gewohnt. Nur etwa 100 Gäste waren gekommen. Elferrat Siegfried Lassas sagte: „Wenn besucherzahlmäßig auf jeden Gast ein Aktiver kommt, müssen wir uns Gedanken machen, vor allem auch unter der Prämisse, dass vermutlich im kommenden Jahr die Stadthalle wegen der geplanten Umbauarbeiten nicht zur Verfügung steht.“

Doch bevor die Zuschauer sahen, was die Akteure monatelang zum Teil schweißtreibend vorbereitet hatten, erinnerte Sitzungspräsident Barthel an die Toten beim Anschlag in Hanau. Er betonte ein klares Nein zur Gewalt, ob von Rechts oder Links. Die für Rosenmontag geplante Rathausstürmung wurde abgesagt.

Auf der Bühne ging es danach bunt und sportlich zu. Im Saal saßen die meisten Besucher kostümiert zum Motto des Abends: Höllische Nächte – himmlische Tage beim MKC. Bei ihren Auftritten wurden alle Gruppen mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Obwohl die meisten Tänzerinnen nach ihrem Auftritt außer Atem waren, wurden vom Publikum immer wieder Zugaben gefordert. Alle Gruppen kamen dieser Bitte auch gerne nach.

Das Programm der Prunksitzung startete mit dem Einmarsch der Aktiven, bei dem die Bühne schon rappelvoll war. Dann trat eine Tanzgruppe nach der anderen auf. Als jüngste entführten die Kinder der Mini Dancer, im Alter von fünf bis sieben Jahren, das begeisternd mitgehende Publikum in die Prärie.

In der Prärie: Die Mini Dancer bei ihrem großen Auftritt in der Stadthalle am Samstagabend.

Alle Tanzgruppen, bei denen außer dem Männerballett aus Röhrenfurth nur Mädchen und Frauen auf der Bühne auftraten, zeigten artistische und sehr gelungene Vorführungen. Sprünge, Spagat, Salti und gewagte Tanzfiguren wurden mit donnerndem Applaus bedacht. Die Arbeit der Trainerinnen, die seit Monaten die Formationen mit den Aktiven eingeübt hatten, hat sich gelohnt.

Die Doppelmariechen Kiara Schleiter und Lilli Grösch und Einzelmariechen Hanna Friedrich begeisterten mit akrobatischen Figuren und Tänzen. Da waren Zugaben unausweichlich: Und als Dank gab es für alle die „Fullewasser, Fullewasser, Fullewasser hoi, hoi hoi“-Rufe.

Drei Männer standen in der Bütt: Es waren Dennis Mosenthien aus Bad Liebenstein und die Melsunger Knallköppe Carsten Barthel und Herbert Losleben. Der Bad Liebensteiner schilderte das Zusammenleben zwischen Mann und Frau, die beiden Melsunger nahmen auch Melsunger Ereignisse aufs Korn.

Die Jugendgarde zeigte mit ihren beiden Showtänzen „My life is a Party“ und „Motown“ zwei unterschiedliche Vorführungen. Die Röhrenfurther Formationen entführten nach Übersee.

Mit der Gruppe Mysterie in the Dark ging es bei Schwarzlicht nach Mexiko, und das Männerballett nahm die Gäste mit in die Karibik. Die sechs Damen der Gruppe DIE ließen Boney M wieder aufleben. Den Schlusspunkt vor dem großen Finale setzte die Aktiven-Garde mit ihrem Auftritt in geheimer Mission. Das war ein rundum gelungener Abend aller Akteure.

Darüber lacht Melsungen:

Dennis Mosenthin aus Bad Liebenstein berichtet von seinem Eheleben: 

So hat es sich geändert, wenn er mit seiner Frau unterwegs war: Kurz nach der Hochzeit: „Darf ich vorstellen, meine Frau.“ Einige Jahre später: „Können Sie sich das vorstellen? Meine Frau?“ Viele Jahre später: „Können Sie sich mal vor meine Frau stellen!“ 

Nach einem Streit sagt er zu seiner Frau: „Scher dich zum Teufel!“ Sie ist sofort zu seiner Schwiegermutter gefahren.

Die Knallköppe Carsten Barthel und Herbert Losleben: 

Ein Kranker erhält vom Arzt die Mitteilung, dass er höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat. Doch nach fünf Jahren lebt er immer noch. Was das ist? Ein typischer Behandlungsfehler!

Was ist eine Demo von Veganern? Ein Gemüseauflauf.

Herberts Frau spricht nicht mehr mit ihm. Sie wollte 100 Euro von ihm haben für einen Schönheitssalon. Er hat ihr 1000 Euro gegeben. Carsten rät ihm, das Geld als Altbausanierung beim Finanzamt abzusetzen.

Beim Thema Altbausanierung raten sie den Planern, beim Melsunger Krankenhaus statt Neubau auch eine Altbausanierung zu machen. Das geht viel schneller. Auf den Terrassen der nicht mehr benötigten Baugrube kann man Reisfelder anlegen. Wasser ist ja genug vorhanden.

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