Stadtverordnete stimmten einstimmig für Katzenschutzverordnung

In Melsungen kommt Kastrationspflicht für Katzen

Melsungen. Melsunger Katzenbesitzer müssen sich auf eine Kastrationspflicht einstellen.

Die Stadtverordneten stimmten am Mittwoch einstimmig für einen Antrag der CDU, eine Katzenschutzverordnung vorzubereiten. Betroffen von der Kastrationspflicht sind alle freilaufenden Katzen.

In der Begründung des Antrags heißt es, mit der Verordnung soll das Leid von Streunerkatzen eingedämmt werden. Insbesondere im Frühjahr und Herbst werden in den Tierheimen viele Katzenbabys abgegeben, oftmals hilflos ausgesetzt und viel zu früh von der Katzenmutter getrennt, sagte CDU-Mitglied Martina Sandrock in der Sitzung.

Die Besitzer nähmen den qualvollen Tod der Tiere in Kauf, heißt es in der Begründung weiter. Mit der Verordnung, die noch ausgearbeitet wird, müssen alle Katzenbesitzer in der Kommune ihre freilaufenden Tiere kastrieren lassen.

Dazu merkte Stefan Witzel von der FWG an, dass es nicht so einfach sei, die Besitzer zu identifizieren. Denn wer jeweils für eine solche Katze verantwortlich sei, sei schwer festzustellen. Markus Boucsein verwies auf eine Empfehlung des Tierheims Beuern. Denn dort landeten freilaufende Katzen. Das Tierheim muss dann seinerseits die Kastration bezahlen. Wann die Verordnung kommt, ist derzeit noch unklar.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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