Serie B. Braun weltweit 

Über den Dächern von Kenia: B. Braun Mitarbeiter arbeitet in Nairobi 

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In der Freizeit: Thorsten Lehmann arbeitet für B. Braun in Nairobi/Kenia.

B. Braun entsendet Mitarbeiter aus der Region an Standorte in der ganzen Welt. In der Serie B. Braun weltweit stellen wir einige von ihnen vor.

  • Thorsten Lehmann arbeitet für B . Braun in Kenia
  • Nairobi soll der erste Produktionsstandort von B.Braun in Afrika, außerhalb von Südafrika, werden.
  • Kommunikation und Geschäftsbeziehungen laufen in Kenia anders. 

Thorsten Lehmann ist der einzige Europäer im Büro. Der 32-Jährige arbeitet als Manager im Bereich Geschäftsentwicklung für B.  Braun in Nairobi, der Hauptstadt von Kenia. Seine 17 Kollegen im Büro – Ingenieure, Apotheker, Finanzfachleute – sind Kenianer. 

Seit einem Jahr ist Lehmann vor Ort, um ein Marketing- und Vertriebskonzept umzusetzen. Denn in der ersten Jahreshälfte 2020 soll in Kenia der erste afrikanische Produktionsstandort von B. Braun außerhalb von Südafrika entstehen. Infusionslösungen und Augentropfen sollen in dem ostafrikanischen Land hergestellt werden.

Büro liegt mitten in der Hauptstadt

Das Büro liegt im sechsten Stock eines Geschäftshauses mitten in der Hauptstadt, an einer sechsspurigen Straße, die zum Flughafen führt. In der unteren Etage ist ein türkischer Möbelhersteller, gegenüber sind die Verkehrswacht und ein kenianisches Restaurant, daneben steht ein großer Hotelkomplex, in dem B. Braun Gäste unterbringt. 

Thorsten Lehmanns Wohnung liegt etwa zehn Kilometer entfernt. Dafür nimmt er am liebsten ein Taxi, das morgens 20 Minuten für die Strecke benötigt, abends nach halb sechs aber schon mal anderthalb Stunden. Seine Wohnung ist im 13. Stock eines Apartmentkomplexes, mit Blick über die Skyline von Nairobi.

Führt mit seiner Freundin eine Fernbeziehung

Drei Monate bevor Lehmann für B. Braun nach Kenia gegangen ist, hat er seine Freundin kennengelernt. Die beiden führen nun eine Fernbeziehung. Aber für ihn stand immer fest, mal im Ausland zu arbeiten. Kenia kannte er von früheren Dienstreisen.

Ja, er spricht auch Kisuaheli. Zunächst hat er es sich mit einer App beigebracht, jetzt besucht er zwei Mal in der Woche eine Sprachschule. „Ich kann mich auf leichtem Niveau verständigen“, sagt er, „um Preise feilschen und ein Bier bestellen.“ Bürosprache ist Englisch. „Aber wenn man bei Kunden mit Kisuaheli um die Ecke kommt, ist das ein guter Türöffner.“

Geschäftliche Beziehungen in Kenia müssen gepflegt werden

Thorsten Lehmann arbeitet für B. Braun in Nairobi/Kenia.

Den geschäftlichen Kontakt im Land musste er erst lernen: „Mit einer deutschen Brille holt man sich hier eine blutige Nase.“ In Kenia müssen geschäftliche Beziehungen gepflegt werden, mit Small Talk über Freunde und Familie. Und Lehmann hat gelernt „dass es einfacher ist, wenn man den Kenianer bestimmen lässt, wann man zum Geschäftlichen wechselt.“ 

Kommunikation ist verschieden

Die Kommunikation ist grundverschieden: „Wir Deutschen kommunizieren sehr deutlich und direkt“, sagt Lehmann, „die Kenianer verpacken Dinge diplomatischer, und man muss zwischen den Zeilen lesen“.

Die Pünktlichkeit sei auch so eine Sache: Eine halbe Stunde mehr müsse man schon einplanen. „Aber von mir als Deutschem wird erwartet, dass ich pünktlich bin, und wenn nicht, heißt es: Du bist ja schon ein richtiger Kenianer geworden.“

B. Braun ist seit 2016 in Kenia vertreten

Seit über 60 Jahren exportiert B. Braun Medizinprodukte in nahezu alle Länder Afrikas. Mit den Tochtergesellschaften und knapp 1000 Mitarbeitern ist das Unternehmen in Algerien, Kenia, Sambia, Südafrika und Simbabwe präsent. 

Eigene Produktionsstätten gibt es in Südafrika und Kenia. Ziel ist die Kooperation mit lokalen Vertragspartnern und Händlern. 

Seit 2016 hat B. Braun eine Gesellschaft in Kenia, die noch im Aufbau ist. Dort sind 18 Mitarbeiter beschäftigt. 2018 wurde in Nairobi eine Produktion für Infusionslösungen gekauft. Dort beschäftigt B. Braun nach eigenen Angaben 120 Mitarbeiter.

Weitere Artikel aus der Serie B. Braun weltweit:

Den Auftakt der Serie B. Braun weltweit machte Maximilian Foet aus Melsungen. Derzeit ist er in Kalifornien für das Unternehmen tätig. 

Auch Lena Schneider arbeitet für B.Braun im Ausland. Die Oberaulerin arbeitet in Penang-Malaysia. 

Ein B. Braun-Kind in Paris: Der Blick auf den Eiffelturm ist sicher.

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