Betrüger setzten auf Schock-Effekt: Melsunger fielen nicht auf „Enkeltrick" herein

Melsungen. Mit dem sogenannten Enkeltrick haben unbekannte Anrufer am Donnerstag im Raum Melsungen versucht, Geld zu erbeuten. Wie die Kriminalpolizei berichtet, gingen bei mehreren Menschen Anrufe ein, bei denen sich der Anrufer als ein in Not geratener Enkel oder Verwandter ausgab und kurzfristig um Bargeld bat.

Am Donnerstag aber kam es offenbar nicht zu Schäden, weil die Angerufenen diese Masche bereits kannten und nicht auf den Anrufer hereinfielen, berichtet die Polizei. Es müsse aber erfahrungsgemäß damit gerechnet werden, dass in den nächsten Tagen weitere derartige Anrufe erfolgen.

Polizeisprecher Reinhard Giesa hält den Enkeltrick für eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, da der für Opfer oft existenzielle Folgen habe: „Sie können dadurch hohe Beträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden.“

Die Betrüger rufen oft mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ bei meist älteren Menschen an und täuschen eindringlich einen finanziellen Engpass oder eine Notlage wie einen Unfall oder eine Operation vor.

Die Polizei rät grundsätzlich zu Misstrauen, wenn sich jemand am Telefon nicht mit dem vollen Namen vorstellt und Geld fordert. Und vor allem rät sie dazu, unter keinen Umständen Geld an unbekannte Personen zu übergeben. (bra)

Rubriklistenbild: © dpa

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