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Melsunger Krankenhaus: Zentrale Notaufnahme bis März

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Haltestelle Krankenhaus Melsungen
Eine Zentrale Notaufnahme soll es im Melsunger Krankenhaus bis März geben. © William Abu El-Qumssan

In der Melsunger Klinik soll es bis März eine Notaufnahme geben. Wie es danach weitergeht, beantworteten am Freitag (23.12.) weder Landkreis noch Asklepios.

Melsungen – Bis März 2023 soll es im Melsunger Krankenhaus eine Zentrale Notaufnahme (ZNA) geben. Darauf haben sich der Schwalm-Eder-Kreis und Asklepios geeinigt, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom Freitagmittag (23.12.2022).

Wie es ab April mit der ZNA weiter gehen soll, ließen Landkreis und Asklepios am Freitag unbeantwortet. Auch, wie viele Asklepios-Beschäftige ab Januar dann noch am Standort Melsungen arbeiten werden, wurde in der Pressemitteilung nicht kommuniziert.

Am Donnerstag, 16. Dezember, hatte Asklepios-Regionalgeschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch das offizielle Aus für Asklepios als Klinikbetreiber in Melsungen verkündet. Landrat Winfried Becker, Gesundheitsdezernent Jürgen Kaufmann und Federwisch sollen sich in einem Gespräch über die Ausgestaltung des Klinik-Betriebs ab Januar verständigt haben. Patienten sollen demnach bis einschließlich März weiter eine medizinische Ersteinschätzung erhalten können, heißt es in der Mitteilung.

Fest steht weiterhin, dass es eine stationäre Versorgung nicht mehr geben soll. Die Patienten werden in die anderen beiden nordhessischen Asklepios Kliniken in Schwalmstadt und Bad Wildungen verlegt (wir berichteten.) An der Melsunger Klinik soll weiterhin ein Rettungswagen bereitstehen, sollten Weiterverlegungen von der ZNA in Melsungen in umliegende Krankenhäuser notwendig sein, heißt es weiter.

In der Melsunger Klinik gebe es auch über den März hinaus eine Psychiatrische Tagesklinik und eine Psychiatrische Institutsambulanz von Vitos sowie einen Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Eine Notarztversorgung sei ebenfalls sichergestellt.

„Wir sind gemeinsam einen Schritt weitergekommen, darüber bin ich im Interesse der Menschen in der Region froh“, sagt Federwisch zu den Gesprächen mit dem Landkreis. Jetzt gelte es, weiter nach vorne zu blicken.

Der Schwalm-Eder-Kreis strebt laut der Mitteilung weiter ein intersektorales Gesundheitszentrum an, um die medizinische Grundversorgung in Melsungen künftig zu sichern. Melsunger Politiker sehen hingegen noch Hoffnung für einen Krankenhaus-Neubau. (William Abu El-Qumssan)

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