Melsunger Samstagsmarkt soll bleiben: Stadt möchte zweiten Tag aufwerten

Deutlich weniger los: Am Samstag sind bisweilen nur zwei Stände unter den Platanen zu finden. Das Bild stammt aus dem Jahr 2011.

Melsungen. De facto gebe es derzeit keinen Samstags-Wochenmarkt in Melsungen, sagt Bürgermeister Markus Boucsein. Das solle sich aber ändern: Auch wenn derzeit nur ein, zwei Marktbeschicker ihre Waren anböten, wolle man den Markttag eher beleben als abschaffen.

Mit dem Samstag als Markttag zu werben, sei indes eine Mogelpackung, sagt Thomas Garde, Büroleiter der Stadt. „Darauf müssen wir verzichten, bis wieder mehr los ist.“

Die Aussage von Melsungens Citymanager Mario Okrafka zum bestehenden Samstagsmarkt hatte bei einigen Lesern für Irritation gesorgt. Deren einhellige Meinung: Der Samstag hat das Prädikat Markt nicht verdient.

Der Samstag hat aber eine Zukunft: Der Markt am Donnerstag sei bei den Beschickern so beliebt, dass einige erwägen, auch am Samstag zu kommen. „Wir wollen Leben in der Innenstadt. Ein Markttag am Samstag hätte gerade auch für berufstätige Menschen einen zusätzlichen Reiz“, sagt Boucsein.

25 Marktstände gibt es derzeit am Donnerstag. Hinzu kommen Anfragen weiterer Interessenten. Der Markt am Donnerstag sei mittlerweile auch bei Berufstätigen beliebt, die die vielen Imbissmöglichkeiten für ihre Mittagspause nutzten.

Die Möglichkeit, auf dem Markt zu Mittag zu essen, müsse es auch am Samstag geben. Gerade zu den regelmäßig stattfindenden Sommer-Samstags-Konzerten sei das eine sinnvolle Ergänzung.

Boucsein könne sich durchaus ein Nebeneinander der beiden Tage vorstellen. Das Kundenpotenzial sei vorhanden. Letzlich sei es aber Entscheidung der Beschicker. Für die Innenstadt bedeuteten die Märkte auf jeden Fall eine Aufwertung. Vorerst liege der Fokus aber klar auf dem Donnerstagsmarkt. Dieser solle weiterhin ganzjährig geöffnet haben. Die guten Erfahrungen aus dem vergangenen Winter würden sich hoffentlich bestätigen.

Während des Weihnachtsmarktes werden die Stände in die Fritzlarer Straße ausweichen. Ohnehin sei das Angebot in den Wintermonaten etwas ausgedünnt, sagt Garde. „Die beiden Märkte befruchten sich gegenseitig“, sagt Garde.

Zum Frühjahr werde man mit dem Citymanagement den Samstagsmarkt aufwerten. Man sei zuversichtlich, weitere Marktbeschicker zu finden.

Von Damai D. Dewert

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