Melsunger Wehr Hessens modernster Dienstleister

Melsungen. Mit einem neuen Atemschutz-Gerätepool will die Stadt Melsungen eine Sicherheitslücke schließen.

Melsungen will Feuerwehren im Landkreis rund um die Uhr Atemschutzgeräte anbieten und damit eine Sicherheitslücke schließen. Außerdem bietet man anderen Städten und Gemeinden ein Dienstleistungspaket mit Schlauch- und Kleidungswäsche an. Möglich macht dies das im Jahr 2013 eingeweihte Feuerwehrhaus, das die Stadt zusammen mit der Werksfeuerwehr B. Braun für 6,5 Mio. Euro baute.

Herzstück des Dienstleistungspaketes ist ein Atemschutzgeräte-Pool. Der soll mit 100 000 Euro Fördergeld aufgebaut werden: Im Bestand will man 50 Atemschutzgeräte, Lungenautomaten und Atemluftflaschen haben. Die Geräte sollen im Feuerwehrhaus nicht nur gereinigt und etwa an Lungenautomaten auf ihre Einsatztauglichkeit geprüft werden - künftig sollen sie auch rund um die Uhr verfügbar sein. Damit wird eine Sicherheitslücke geschlossen, denn mitunter stehen eingesetzte Atemschutzgeräte wegen Wartungsarbeiten nicht zur Verfügung, Ersatz gibt es nicht.

Sechs Städte und Gemeinden haben inzwischen Interesse an dem Angebot signalisiert beziehungsweise wollen es nutzen: Guxhagen, Edermünde, Knüllwald, Körle, Malsfeld und Felsberg. Knüllwald beispielsweise ist gerade dabei zu klären, welche Dienste in Frage kommen, erklärte Bürgermeister Jörg Müller. Es sei ein tolles Angebot in einer neuen Dimension, gleichwohl habe man sich mit Blick auf ein faires Miteinander noch nicht entschieden, welche Dienste man künftig in Melsungen und welche man bei den bisherigen Homberger Partnern einkaufen wolle.

Guxhagen dagegen will die Dienste auf jeden Fall nutzen. Bei Einsätzen werde zunehmend in jeder Hinsicht professionelles Handeln verlangt, erklärte Bürgermeister Edgar Slawik. Das erfordere entsprechendes Gerät. Niemand dürfe zugemutet werden, bei Einsätzen wie Falschgeld herumzulaufen.

Rubriklistenbild: © HNA/Grugel

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