Parteiloser bietet Onlineveranstaltungen an

Melsunger will in den Bundestag

Will kandidieren: Alexander Klement braucht 200 gültige Unterschriften von Wahlberechtigten.
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Will kandidieren: Alexander Klement braucht 200 gültige Unterschriften von Wahlberechtigten.

Der Melsunger Alexander Klement möchte als Parteiloser für den Bundestag kandidieren.

Melsungen - „Ich weiß, dass das ein wirklich unrealistisches Unterfangen ist“, sagt der Melsunger. Das Vorhaben sei aus einer parteipolitischen Frustration heraus entstanden. Und statt in Resignation zu verfallen, wolle er in die Offensive gehen und ein Statement setzen. „Daher habe ich mich entschlossen, als Parteiloser für den nächsten Bundestag zu kandidieren.

Die Wahl ist am Sonntag, 26. September. Aber ganz so einfach ist der Weg dorthin nicht. Um als Direktkandidat im Wahlkreis 170 aufgenommen zu werden, benötigt Klement 200 gültige Unterschriften von Wahlberechtigten, die auch von Verwaltungsseite überprüft werden. Der Wahlkreis umfasst Teile des Schwalm-Eder-Kreises und des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Wegen der aktuellen Umstände sei es aber schwer, für sich zu werben, Stände auf Marktplätzen aufzubauen oder von Haustür zu Haustür zu ziehen.

In diesen Zeiten sei alles auf Online-Kommunikation ausgelegt: „Deshalb habe ich eine Website erstellt, die zum Jahresbeginn online gegangen ist.“ Am Dienstag, 26. Januar plant Klement eine Online-Infoveranstaltung per Videokonferenz. Beginn ist um 19.30 Uhr. „Ich möchte mich den Menschen im Wahlkreis vorzustellen und mit ihnen ins Gespräch kommen“, sagt der 46-Jährige.

Zu seiner Motivation: „Wir wählen alle vier Jahre Bundestagsabgeordnete als Direktkandidaten und parteigebundene Politiker auf Listen in den Bundestag. Dort schließen sich Koalitionen zusammen. Die parteigebundenen Abgeordneten stimmen nicht frei ab, bei den meisten Themen besteht ein Fraktions- oder Koalitionszwang. Ich denke, der demokratische Prozess müsste freier sein“, sagt er.

Er sei der Meinung, dass parteilose Kandidaten den Bundestag bereichern würden. Es müsse mehr um Mehrheiten und die gute Lösung gerungen werden. Er habe schon einige Ideen, das System aufzulockern. So fordere er freiere Abstimmungen. Eltern könnten bei Wahlen für ihre Kinder eine zusätzliche Stimme zugesprochen bekommen und einiges mehr.

Mit einem Online-Bürgerdialog ins Gespräch kommen

So geht es weiter: Klement plant im 14-tägigen Rhythmus weitere Bürgerdialoge zu Themen. Jeweils um 19.30 Uhr.

So kann man an den Onlineveranstaltungen teilnehmen: Die Veranstaltung findet in Form einer Videokonferenz statt. Hierfür wird im Hintergrund die Videokonferenzsoftware Big-Blue-Button genutzt. Diese erfüllt die Datenschutzbestimmungen und kommt auch in den hessischen Schulen zum Einsatz. Zur Einwahl reiche es, den Link zur Videokonferenz auf der Internetseite waehltklement.de anzuklicken.

Am besten geeignet seien die Browser Chrome, Firefox und Safari. Am einfachsten gehe es über ein Notebook, aber auch Tablet und Smartphone seien möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (ddd)

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