Vor Supermarkt in Körle anstatt rund ums Rathaus Melsungen

Melsunger Wochenmarkt findet in Körle statt

Melsunger Wochenmarkt in Körle: Ab 16. April soll der beliebte Melsunger Wochenmarkt auf dem Parkplatz eines Discounters in Körle stattfinden.
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Dass der Melsunger Wochenmarkt nun in Körle stattfinden wird, sorgt bei manchen Melsungern für Unverständnis. „Der Markt gehört nach Melsungen“, sagt Alexander Katzung. Er ist Stadtverbandsvorsteher der FDP und fordert mit der FDP-Fraktion im Stadtparlament, dass „der Markt umgehend wieder in Melsungen erlaubt werden muss“.

Derselben Meinung ist auch Julius Born. Er ist Stadtverordneter für die CDU und hat am Wochenende eine Petition im Internet gestartet, zusammen mit Karsten Krauß, einem Marktbeschicker des Melsunger Wochenmarktes. Beide lehnen die Entscheidung der Stadt „ausdrücklich ab“.

Die Entscheidung, den Wochenmarkt zunächst mal bis nach Ostern nicht mehr stattfinden zu lassen, sei Chefsache, erklärt Bürgermeister Markus Boucsein. Denn die Stadt sei Veranstalter des Marktes, und er müsse die Verantwortung übernehmen, „wenn was schief läuft und wir zum Beispiel viele Corona-Fälle in der Stadt und in Altersheimen haben“. Deshalb müsse man die Absage nun mal eben aushalten.

Gleichwohl sei er enttäuscht, dass der Melsunger Wochenmarkt nun in Körle stattfinde. In der Bürgermeisterversammlung mit dem Landrat hätten alle Kollegen besprochen, keine Alleingänge zu machen, um keinen Wettbewerb zu schüren, etwa bei den Gebührenabrechnungen in Kindergärten in Corona-Zeiten.

Für Boucsein, der ein bekennender Freund des Melsunger Wochenmarktes ist, steht fest: „Der Markteinkauf rund ums Melsunger Rathaus hat eine andere Qualität als der auf einem Parkplatz in Körle.“ Dennoch lasse er sich zum jetzigen Zeitpunkt in seiner Entscheidung nicht beirren, die übrigens auch der Magistrat mittrage: „Wir dürfen jetzt kein Publikum schaffen, obwohl kein Publikum geschaffen werden soll.“ Sollte der Magistrat mehrheitlich einer anderen Meinung sein, werde er sich dieser beugen.

Alexander Katzung schlägt für einen „Melsunger Frischluftmarkt“, wie er es nennt, weitere Einschränkungen vor: Beispielsweise dürften nur reine Marktstände zugelassen werden, der Verkauf von frisch zubereiteten Speisen müsse untersagt werden, Markierungen am Boden sollten die Einhaltung von 1,50 Meter Mindestabstand unterstützen. Außerdem müsse das Ordnungsamt dauerhaft vor Ort sein. Als alternativen Standort empfiehlt die FDP den Parkplatz am Sand, wo mehr Platz sei.

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