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Melsunger müssen beim Tanken erneut tief in die Tasche greifen

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Von: Marvin Hinrichsen

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Ende des Tankrabatts treibt Preise in die Höhe: Melvin Neu aus Melsungen ist verärgert über die gestiegenen Benzinpreise.
Ende des Tankrabatts treibt Preise in die Höhe: Melvin Neu aus Melsungen ist verärgert über die gestiegenen Benzinpreise. © Marvin Hinrichsen

Ab heute geht’s den Tankstellenkunden deutlich stärker an die Geldbörse.

Melsungen – Wir haben Menschen in Melsungen gefragt, ob der Tankrabatt eine Erleichterung war und wie es nun ohne Entlastung weitergeht.

„Der Sommer ließ sich noch gut überbrücken, aber jetzt das erste Mal Tanken tut richtig weh“, beklagt sich Star-Tankstellenkunde Melvin Neu aus Melsungen. Er wünscht sich eine schnelle Lösung der Bundesregierung. „Ich hoffe, dass schnell ein neuer Tankrabatt kommt oder die Fahrer irgendwie anders entlastet werden“, sagt der Melsunger.

Melsunger ärgern sich über hohe Spritpreise

Das 9-Euro-Ticket sei eine hervorragende Idee gewesen, lasse sich aber in der Praxis in ländlichen Gebieten nur schwer umsetzen. Auch Volker Müller, Kunde der Tankcenter-Tankstelle, ist empört. „Die hohen Preise sind eine Frechheit“, sagt der Melsunger. Viele Menschen seien durch ihren Job auf ein Auto angewiesen und seien deshalb nicht in der Lage, auf das Auto zu verzichten.

„Ich weiche oft auf mein Fahrrad aus, und als Rentner spare ich mir den Weg zur Arbeit“, sagt er. Es seien vor allem die Jüngeren, die jetzt darunter litten.

Ebenfalls verärgert über die hohen Spritpreise ist Jonathan Atzeni. Als Vater und Angestellter könne er nicht auf sein Auto verzichten. „Ich muss jeden Tag zwischen 30 und 60 Kilometer fahren“, sagt der 35-jährige Melsunger.

Wegen des Auslaufens des Tankrabatts zieht Manfred Roß Konsequenzen: Er möchte häufiger das Auto stehen lassen. Zurzeit gebe er zwischen 300 und 400 Euro monatlich fürs Tanken aus. Doch auch der Tankrabatt hätte ihn nicht wirklich entlastet. „Ich finde, das war Geschäftemacherei“, schimpft der Melsunger.

Menschen im Schwalm-Eder-Kreis sind auf ihr Auto angewiesen

René Klotzke ist als Servicemonteur viel im Ausland unterwegs. „Ich fahre bis zu 8000 Kilometer im Monat.“ Dadurch könne er die Tankstellenpreise gut miteinander vergleichen und stelle fest, dass die Benzin- und Dieselpreise im Ausland viel günstiger seien als in Deutschland. „Die hohen Summen, die an den Zapfsäulen zu zahlen sind, das ist eine Abzocke“, sagt er.

TC-Kunde Pascal Bergen: „Bei den hohen Preisen verzichte ich oft auf das Auto und nehme lieber den Zug“, sagt der Edermünder. Monatlich gebe er bis zu 400 Euro fürs Tanken aus. Als Lkw-Fahrer sitze er viel hinter dem Lenkrad, doch die Kosten für die Fahrten trage die Firma.

(Emily Naatz Marvin Hinrichsen)

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