Fußball-Verbandsliga: Routinier für Kampf um den Klassenerhalt reaktiviert

Melsungen mit Zimmermann gegen Hünfeld

Wieder im Melsunger Trikot: Roland Zimmermann, der auch heute gegen Hünfeld im Aufgebot des MFV ist. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Die Vermutung lag nahe: An einen Aprilscherz dachten viele, als wir am Freitag vermeldeten, dass Roland Zimmermann wieder für die erste Mannschaft des Melsunger FV spielen würde. Doch seit Sonntag um 16.30 Uhr ist der 34-Jährige tatsächlich Verbandsliga-Spieler.

„Ich habe viele Nachrichten bekommen, weil es kaum einer geglaubt hat. Aber ich war mit meinem Abgang als Fußballer nicht zufrieden und bin froh, dass ich in Melsungen jetzt noch eine Chance bekommen habe“, sagt der Gensunger. Eine Gelegenheit, die mit einem kleinen Kader und großen Verletzungspech begründet ist.

Die halbe Mannschaft fehlte den Bartenwetzer beim 2:4 gegen Spitzenreiter Steinbach. Von denen, die mitwirken konnten, fallen für Mittwoch (18.15 Uhr) gegen den Hünfelder SV Nick Krug (Urlaub) und Boris Bajic (krank) aus. Dafür rückt Spielertrainer Timo Rudolph wieder in die Anfangsformation. Und ein Kicker aus der Reserve - oder etwa Roland Zimmermann? „Fit für eine Halbzeit bin ich sicher, aber für 90 Minuten wird die Kraft nicht reichen“, sagt der flexible Sportler.

Vor anderthalb Jahren hatte er sich im Trikot von Kreisoberligist FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz am Knie verletzt, anschließend seine Karriere austrudeln lassen und sich auf seine zweite Sportart konzentriert - den Handball. Für Eintracht Böddiger läuft er als Rechtsaußen auf. In Melsungen gab er seinen Einstand im linken Mittelfeld. Ohne Eingewöhnungsprobleme, weil er mit den Spielertrainern Timo Rudolph und Sascha Beetz sowie dem derzeit verletzten Sebastian Boll zusammen in der Jugend in Melsungen reifte und später beim FSC Gensungen/Felsberg mit den MFV-Stammkräften Mario Kilian, Boris Bajic und Maximilian Lohne die Schuhe schnürte.

Und sich seiner Aufgabe bewusst ist. „Wir werden die Klasse halten. Die Qualität ist gut bei uns“, sagt Roland Zimmermann, der zwischen 2000 und 2002 knapp 40 Einsätze in der Landesliga beim MFV unter den Trainern Peter Orlowsky und Jürgen Lohne hatte. Jetzt gilt es für den Rückkehrer und seine Kollegen, den Trend zu stoppen. Denn die Fieberkurve zeigt alarmierende Werte. Aus den vergangenen sieben Partien holten die Bartenwetzer nur zwei Punkte, sind nach dem zwischenzeitlichen fünften Platz bis kurz vor die Abstiegszone gerutscht. „Davon dürfen wir uns nicht verrückt machen lassen. Wichtig ist, dass die direkten Duelle gewinnen“, sagt Beetz mit Blick auf die Partien in Korbach (24. April) und gegen Willingen (27. April).

Weitere sechs Begegnungen stehen im April noch an. Den kommenden Gegner Hünfeld sieht Beetz als gefährlich an. Klar, der Ex-Hessenligist will sich nach einer verkorksten Serie für die kommende Runde einspielen - und dann wieder ganz oben mitmischen. Das bekam zuletzt Adler Weidenhausen zu spüren, das gegen den HSV mit 3:2 führte, ehe Maurus Klüber und Tarek Belaarbi Hünfeld den zweiten Sieg in Serie sicherten.

Von Sebastian Schmidt

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