Garten

Hobby-Gärtnerin verrät, wie sie ihre Pflanzen vor Schädlingen schützt – ganz ohne Chemie

Freut sich über ihren Duft: Ursula Blackert hat im Garten einige Rosen. Besonders freut sie sich über den Duft ihrer beiden Duftrosenstöcke, die seit vielen Jahren in ihrem Garten blühen.
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Freut sich über ihren Duft: Ursula Blackert hat im Garten einige Rosen. Besonders freut sie sich über den Duft ihrer beiden Duftrosenstöcke, die seit vielen Jahren in ihrem Garten blühen.

Jeder Gärtner hat eigene Tipps und Tricks, damit es im Garten blüht und gedeiht. Eine Hobbygärtnerin verrät, wie sie Schädlinge mit natürlichen Mitteln fernhält.

Eubach – Jeder Gärtner hat seinen eigenen Tipps, wie die Pflanzen im Garten am besten gedeihen. Ursula Blackert setzt in ihrem Garten auf komplett natürlichen Dünger. „Chemie kommt nicht an meinen Pflanzen“, sagt Blackert. Sie schwört auf gut abgelagerten Pferdemist, den sie mit Wasser zu einem Dünger verarbeitet. Deshalb hätte sie auch nie mit Schädlingen zu kämpfen. Die Vögel, die sie in ihren vielen Vögelhäuschen beherbergt, tun ihr übriges. 

Im Garten von Ursula Blackert weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Überall blüht, duftet, summt und zwitschert es. Nicht nur die Familie, Freunde und Bekannte fühlen sich im grünen Paradies der 74-Jährigen wohl, sondern auch Bienen, Schmetterlinge und Vögel. Welche Pflanzen im Garten wachsen, spielt dabei eine große Rolle. Hobbygärtnerin Maria Beier aus Melsungen zeigt, wie man mit den richtigen Pflanzen im Garten ganz einfach Vögel anlocken kann.

Hobby-Gärtnerin verrät ihre Tipps für den Garten - Düngen mit Pferdemist hält Schädlinge fern

„Ich habe meinen Garten so gestaltet, dass das ganze Jahr etwas blüht“, sagt Ursula Blackert. Ihr Konzept nennt sie gepflegt wild. Denn in den angelegten Beeten dürfen die Pflanzen wild durcheinander wachsen. „Da wo jetzt die Mohnblumen stehen, wird später Nüsschensalat wachsen“, sagt Blackert.

Es wäre nicht Ursula Blackerts Garten, wenn bei ihr nur ganz herkömmlicher Klatschmohn wachsen würde. Der in ihrem Garten hat Blüten, die aussehen wie große rote Pompons.

Besonderer Mohn: Die Blüte sieht aus wie ein dicker, roter Pompom.

Garten-Tipps: Gemüse lagert im Winter in Waschmaschinentrommeln in der Erde

Ihre Begeisterung beim Rundgang durch den Garten ist ansteckend. Man spürt, dass ganz viel Herzblut in der Gestaltung steckt. Da sind die Duftrosen, die einen intensiven Duft verströmen, da wachsen und blühen zahlreiche Stauden, Buchsbäume stehen neben pinkem Flox, Goldraute und Storchenschnabel teilen sich ein Beet und Ursula Blackert freut sich über die filigranen Blüten des Johanniskrautes. Die Pflanze hat sie aus der Schweiz mitgebracht. „ Und jetzt will sie den Chefposten hier im Garten übernehmen“, sagt Blackert und lacht. Denn auch wenn die Blüten filigran sind, hat die Pflanze doch starke Wurzeln.

Sie freut sich aber nicht nur über das Blütenmeer, sondern auch über ihr Obst und Gemüse. Himbeeren, Kohlrabi, Salat, Zucchini, Kartoffeln, Brombeeren, Physalis, Tomaten, Rote Beete, Sellerie, Kohl und sogar grüner Spargel wachsen auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück. „Da ernähre ich mich das ganze Jahr davon“, sagt die 74-Jährige. Und weil sie ihr Gemüse nicht gern einkocht, hat sie ausrangierte Waschmaschinentrommeln in der Erde eingegraben. Dort lagert sie über den Winter zum Beispiel Kohl, Sellerie und Rote Beete.

Filigran: Die Blüte des Johanniskrautes ist sehr feingliedrig. Die Wurzeln hingegen sind es nicht.

Video: Diese Tipps helfen gegen Schnecken im Garten

Ohne Chemie im Garten: Hobby-Gärtnerin verrät Trick gegen Wühlmäuse

Etwas Sorgen bereitet ihr momentan der Ginkgobaum, den eine Freundin aus Samen gezogen und ihr geschenkt hat. Wühlmäuse haben die Wurzeln angefressen. „Ich hoffe, ich kann ihn noch retten“, sagt sie. Für ihre Zucchinipflanzen hat sie eine gute Lösung gegen die Wühlmäuse gefunden, die stecken jetzt in Plastikkörben in der Erde. Dadurch können die Mäuse die Wurzeln nicht mehr anfressen. Mit einem genialen Trick wird man Unkraut im Garten ohne chemische Mittel los.

Ihre Liebe zur Gartenarbeit hat sie entdeckt, als ihre Kinder geboren wurden und sie zuhause war. Aber eigentlich sei es auch eine familiäre Verpflichtung, sich um den Garten zu kümmern. Denn es ist der Garten ihres Elternhauses. Die 46 Buchsbäume die dort wachsen und die sie liebvoll zuschneidet und selbst zieht, seien ursprünglich aus einem Buschbaum ihrer Eltern entstanden.

Wenn es heiß ist, sitzt sie am liebsten im Schatten ihres Apfelbaumes. „Da werde ich schon immer gefragt, ob der wieder gut trägt“, sagt Blackert – weil auch die Familie und Freunde gern etwas von den Äpfeln abhaben wollen. Am Baum hängt auch eine Schaukel und die benutzen nicht nur die Enkelkinder – wie Ursula Blackert lachend verrät. Und es gibt noch einen besonderen Ort in ihrem Garten: Dort steht ein großerer Stein. Für Ursula Blackert ein Ort der Erinnerung.

Versorgt sich selbst: Ursula Blackert baut ihr eigenes Gemüse an.

„Ich habe es schon schön hier“, sagt sie. Und trotz aller Arbeit, die der Garten gerade im Sommer mit sich bringt: „Ich kann meinen Garten auch sehr gut genießen.“ (Barbara Kamisli)

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Im Sommer werden Mücken im Garten oder auf dem Balkon schnell zum Problem. Die richtigen Pflanzen können die Blutsauger jedoch fernhalten.

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