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Neubau in der Diskussion: Kita Lutherhaus soll Thema im Magistrat werden

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Von: Claudia Feser

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Der älteste Kindergarten in Melsungen: Die Kita Lutherhaus wurden vor 101 Jahren gegründet. Das Haus an der Amtsgasse hat erheblichen Sanierungsbedarf.
Der älteste Kindergarten in Melsungen: Die Kita Lutherhaus wurden vor 101 Jahren gegründet. Das Haus an der Amtsgasse hat erheblichen Sanierungsbedarf. © Claudia Feser

Wie geht es mit dem ältesten Melsunger Kindergarten weiter, dem Evangelischen Kindergarten Lutherhaus in Melsungen? Wird es einen Neubau geben?

Melsungen – Damit muss sich in den kommenden Wochen der Magistrat beschäftigen, hat das Stadtparlament einstimmig beschlossen und damit den gemeinsamen Antrag von SPD und FDP angenommen. Denn die Kita hat dringenden grundlegenden Erneuerungsbedarf.

Das Lutherhaus wurde vor 101 Jahr gegründet und ist damit der älteste Kindergarten in Melsungen. In den 1980er-Jahren wurde er erweitert, mittlerweile wird er von 84 Mädchen und Jungen besucht.

Der Magistrat soll nun ein Bedarfsszenario für die Zukunft erstellen und unter anderem folgende Varianten prüfen: den Wegfall der vorhandenen 84 Kitaplätze, die Erhaltung dieser 84 Kitaplätze und die Aufstockung auf 124 Plätze, also eine zusätzliche Kitagruppe plus 20 Plätze für U3-Kinder.

Kita Lutherhaus: Neubau würde 4,5 Millionen Euro Kosten

Ludwig Georg Braun, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung, teilte während der Sitzung am Dienstagabend mit, dass ein Kita-Neubau mittlerweile bis zu 4,5 Millionen Euro kosten könne – aber nur wenn es gelänge, ein passendes städtisches Grundstück zu finden. Zum Vergleich: Die Kita Fuldaufer, die 2020 neu gebaut wurde, kostete rund 3,1 Millionen Euro.

Da es zurzeit keine Landesförderungen gibt, sollten finanzielle Kooperationsmodelle mit Stiftungen und Spenden einbezogen werden, heißt es im Antrag von SPD und FDP. Gleichwohl: Die Stadt werde also mit einem Neubau der Lutherhaus-Kita finanziell sehr gefordert, denn: „Die Kirche hat rückläufige Mitgliederzahlen und damit sinkende Einnahmen“, sagte Braun. Die Evangelische Kirchengemeinde werde die Renovierung oder Erneuerung der Räume aus eigener Kraft nicht leisten können.

Evangelische Gemeinde kann Erneuerungen nicht allein leisten

Volker Wagner vom Ausschuss für Finanzen betonte, dass die Kirche derzeit „knapp zehn Prozent der Betriebskosten“ zahle. „Eigentlich ist es eine städtische Kita, aber sie ist in der Trägerschaft der Kirche.“ Wichtig sei es, in der Planung die Finanzierungsvereinbarung mit der Kirche zu prüfen, „denn es kann nicht bei zehn Prozent bleiben“.

Nach HNA-Recherche wird der Anteil am jährlichen Defizit prozentual zwischen Kirchengemeinde und Stadt aufgeteilt, nicht der an den Betriebskosten. Die Kirchengemeinde trägt 15 Prozent des Defizits. (Claudia Feser)

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