Ausländisches Tourismuspraktikum

Andras Pinter ist das neue Gesicht in der Tourist-Info

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Hat sich gut eingewöhnt: Andras Pinter aus Ungarn macht über den Malsfelder Partnerschaftsverein ein Praktikum in der Kultur- und Tourist-Info in Melsungen.

Melsungen/Malsfeld. Tourismus-Profi Andras Pinter würde am liebsten sofort in Melsungen bleiben.

„Alle Menschen sind so nett und hilfsbereit“, sagt der 25-jährige Tourismus-Profi. Der Ungar stammt aus dem Ort Bag, einer Partnergemeinde von Malsfeld. Für den Abschluss seines Studiums muss er noch ein ausländisches Tourismuspraktikum nachweisen. Das absolviert der aufgeschlossene Salsa-Tänzer derzeit bei der Melsunger Kultur- und Tourist-Info.

„Wenn es nach uns geht, kann Andras bleiben“, sagt Karin Braun. Er arbeite bereits sehr selbstständig, sei eine Bereicherung fürs Team und mache fantastischen Cappuccino, sagt sie und lacht.

Etwas holprig waren die ersten Wochen in Deutschland dennoch. Denn gleich mehrmals musste Andras Pinter umziehen. Am Wochenende geht es wohl ins Haus von Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel. „Ja, Herbert ist sehr zuvorkommend“, sagt Andras. Überhaupt hätten ihm die Gemeinde Malsfeld, der Partnerschaftsverein und Inge Sommer-Krug sehr geholfen.

Wegen seiner offenen Art und seinen starken Bemühungen, die deutsche Sprache zu sprechen, ist Andras Pinter in der Region bereits voll angekommen und gut aufgenommen. Mit Kollegin Romy Grimm und Mann ging es bereits an den Edersee und auch an Einladungen zum Abendessen mangelt es ihm nicht.

Gelebte Städtepartnerschaft sei das, sagt Andras Pinter. Seine Freundin Karmen und sein Hund Kugel - er isst gerne - fehlten ihm allerdings doch. Tägliche Telefonate via Skype milderten das Heimweh aber.

Studiert hat Andras Pinter Tourismus und Gastgewerbe an der Hochschule in Gyöngyös in Ungarn. Seit einem Jahr lernt er autodidaktisch Deutsch und kann sich bereits passabel verständigen. In der Tourist-Info schreibt er Rechnungen, kümmert sich um Plakate und Prospekte und war auch schon als Bartenwetzer unterwegs.

Seine Zukunft sieht er im Tourismus, würde als Arbeitsplatz aber das Ausland bevorzugen. Wichtig sei ihm der Kontakt mit Menschen. Er kehre zwar nach dem Praktikum nach Ungarn zurück - schon wegen seiner Freundin Karmen. Aber dann wolle er sich auf Jobsuche machen - bevorzugt in Deutschland. „Ich bin total begeistert vom Land und den Menschen“, sagt Andras Pinter.

Er habe so viel Hilfsbereitschaft erlebt und die Menschen seien sehr nett. Aber bis dahin will er noch nach Kassel in die Mussen und unbedingt den Herkules und den Bergpark sehen.

Im April besuche ihn Karmen für einige Tage. Das wäre eine gute Gelegenheit, die Salsa-Angebote in der Region auszuprobieren.

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