Schichtführerin um Bereich Verpackung und Sterilisation

B. Braun: Nicole Nadler hat bei den Infusionen alles im Blick

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Die Infusionsflaschen stets im Blick: Schichtführerin Nicole Nadler an ihrem Arbeitsplatz im L.I.F.E.-Werk, wo sie Lieferungen kontrolliert und auf die Etikettierung der Produkte achtet. 

Melsungen. Am Melsunger Standort der Firma B.Braun AG beschäftigt der Medizintechnikhersteller 6500 Mitarbeiter. Wir stellen Nicole Nadler, Mitarbeiterin der Abteilung Verpackung, vor.

Der Arbeitsweg von Nicole Nadler endet mit einem kräftigen Schwung über eine blaue Sitzbank. Ihre Straßenschuhe hat sie bereits ausgezogen, auf der anderen Seite warten ihre weißen Arbeitsschuhe. Die 31-Jährige ist Schichtführerin im Bereich Verpackung und Sterilisation des L.I.F.E.-Werks von B. Braun. Wo sie arbeitet, herrschen strengste Hygienevorschriften.

Bis zu 780.000 Infusionslösungsbehälter laufen täglich vom Band. Größtenteils gefüllt mit Kochsalzlösung, landen sie in den Krankenhäusern Europas. Wer schon einmal innerhalb der EU am Tropf hing, hat womöglich die Infusionsbehälter aus Melsungen aus nächster Nähe gesehen: Ein Drittel aller europaweit verkauften Standardinfusionen tropft aus den Flaschen von B. Braun.

Um die Herstellung so steril wie möglich zu halten, läuft im Melsunger Werk fast alles vollautomatisch: In einem einzigen Arbeitsschritt bläst eine Maschine die Behälter in Flaschenform, befüllt und versiegelt sie. Auf langen Förderbändern rattern die Flaschen zur nächsten Station. Auch hier greift der Mensch nicht ein, ebensowenig wie bei den selbstfahrenden Transportern, die die verpackte Ware durch die Halle rollen. Angefasst werden die Behälter das erste Mal, wenn sie im Krankenhaus ausgepackt werden.

Nicole Nadler überwacht die Vorgänge. Gemeinsam mit ihren Kollegen kontrolliert die gelernte Verfahrensmechanikerin aus Röhrenfurth, ob Lieferungen vollständig sind, sie legt neue Etikettenrollen ein und achtet darauf, dass jede Flasche richtig beschriftet wird. Zudem koordiniert sie die 15 Mitarbeiter jeder Schicht, sorgt für Ersatz, wenn an einer Stelle jemand fehlt und ist Ansprechpartnerin bei Entscheidungen. Seit dem Beginn ihrer Ausbildung vor 14 Jahren ist sie bei B. Braun, im L.I.F.E.-Werk gehört Nadler zu den Mitarbeitern der ersten Stunde.

Gearbeitet wird dabei rund um die Uhr, die ganze Woche lang. Sechs Tage am Stück müssen die Mitarbeiter ran: Jeweils zweimal am frühen Morgen, am Nachmittag und in der Nacht, danach haben sie drei Tage frei. „Das fällt natürlich nicht immer auf ein Wochenende“, sagt Nadler, aber dafür habe sie auch manchmal frei, wenn andere arbeiten müssten. „Dann gehe ich am liebsten schwimmen oder reiten.“

Von Vanessa Rehermann

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