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Nutzer des 9-Euro-Tickets in Melsungen hoffen auf eine Folgelösung

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Von: Marvin Hinrichsen

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Sie hoffen weiter darauf, den Zug mit dem 9-Euro-Ticket für Radtouren zu nutzen: Irina Janz (40) und Ali Al-Daumee (34)aus Vogelbeck machten eine Radtour durch Melsungen.
Sie hoffen weiter darauf, den Zug mit dem 9-Euro-Ticket für Radtouren zu nutzen: Irina Janz (40) und Ali Al-Daumee (34)aus Vogelbeck machten eine Radtour durch Melsungen. © Marvin Hinrichsen

In Melsungen hoffen viele Pendler darauf, dass es für das 9-Euro-Ticket eine Nachfolgelösung gibt.

Melsungen – Sie würden gerne Bus und Bahn zum günstigen Tarif weiternutzen, das ergab eine Umfrage. Aber ab dem 1. September ist damit Schluss. Wir haben am Melsunger Bahnhof Stimmen gesammelt und nach den Erfahrungen gefragt: „Ich fand es genial und konnte immer schnell mal mit dem Zug irgendwo hinfahren“, sagt Dominik Köhne aus Körle.

„Ich hoffe einfach, dass es irgendeine Nachfolgelösung gibt, denn mich hat das Ticket sehr entlastet“, sagt der Körler. Er sei auch bereit, ein paar Euro mehr zu bezahlen. Grundsätzlich sei es dann immer noch günstiger, als für die kurzen Strecken das Auto zu nehmen.

Ihn hat das Ticket im Alltag unabhängiger gemacht. Dennoch sei es dringend notwendig, dass die Bahn ihre Infrastruktur ausbaue. „Es kann nicht sein, dass Züge entweder gar nicht kommen oder verspätet.

9-Euro-Ticket: Melsunger finden es bequem

Das sieht auch Irina Janz aus Vogelbeck im Landkreis Northeim so. „Ich finde es bequem, einen Preis zu zahlen und dann viele öffentliche Verkehrsmittel nutzen zu können.“ Lediglich die überfüllten Züge seien ein Problem gewesen. Insbesondere das Reisen mit dem Fahrrad sei kaum möglich gewesen: „Dafür waren die Züge einfach zu voll.“ Es könne nicht sein, dass Fahrgäste stehen blieben, weil die Infrastruktur der Bahn nicht vernünftig ausgebaut sei, sagt sie.

Auch Carlo Stein aus Kassel hat diese unschöne Erfahrung gemacht. „Es ist nicht angenehm, wenn die Züge so voll sind und ich die ganze Zeit stehen muss“, sagt der 9-Jährige aus Kassel.

Das bestätigt auch Marie Luise Lossdörfer aus Melsungen. „Für ältere Menschen ist es eine Katastrophe, wenn sie permanent in einem vollen Zug stehen müssen.“ Ebenfalls müsste der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) auf dem Land noch bessere Anbindungen schaffen.

Auf die Umweld achten

Es sei außerdem nur vernünftig, auf die Umwelt zu achten und das Auto häufiger stehenzulassen.

Das Ehepaar Rainer und Monika Hanke aus dem Eichsfeld hätten ihr Ticket intensiv genutzt. „Für uns war es superschön, einfach im Zug sitzen zu bleiben und uns keine Gedanken darüber zu machen, wie viel Geld wir noch für irgendwelche Zugtickets ausgeben müssten“, sagt Monika Hanke. Auch sie wären bereit, etwas mehr für das Ticket zu bezahlen. (Marvin Hinrichsen)

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