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Offene Stellen im Schwalm-Eder-Kreis gehen zurück

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Von: William-Samir Abu El-Qumssan

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Schild Bundesagentur für Arbeit mit Menschen im Hintergrund.
Die Arbeitslosenquote im Schwalm-Eder-Kreis ist stabil. © Patrick Seeger/dpa

Die Arbeitslosenquote im Schwalm-Eder-Kreis ist stabil. Doch die Betriebe sind vorsichtiger. Der Leiter des Agenturbezirks erklärt, woran das liegt.

Schwalm-Eder – Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Korbach stagniert. Das teilt Uwe Kemper von der Agentur für Arbeit mit. Demnach lag die Quote im November bei 3,8 Prozent. 7026 Arbeitslose waren im Agenturbezirk gemeldet. Das sind sechs weniger als im Oktober.

Wesentlich stärker gesunken sind die verfügbaren Arbeitsstellen in den beiden zum Agenturbezirk gehörenden Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg: Sie sind um 182 auf 2430 zurückgegangen. Das sind 1434 weniger als vor einem Jahr. Es sei außerdem beim Abgang aus der Arbeitslosigkeit ins Erwerbsleben einen Rückgang um 18,6 Prozent gegenüber dem Oktober zu bemerken.

Leiter des Agenturbezirks spricht vom „Ukraine-Effekt“

Kemper sieht darin Zeichen der Vorsicht bei den Betrieben, die wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage möglicherweise mit Einstellungen etwas zurückhaltender seien. Auch die leichte Zunahme an Kurzarbeitsanzeigen zeige das. „Wir liegen zwar deutlich unter den Kurzarbeitszahlen der vergangenen zwei Jahren, aber über dem Niveau der Vor-Pandemie-Zeit.“

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei den Arbeitslosenzahlen im Jahresvergleich: Es sind im Agenturbezirk 1249 Arbeitslose mehr registriert als im November 2021, damals betrug die Quote 3,1 Prozent. Den deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres führt Kemper im Wesentlichen auf den „Ukraine-Effekt“ zurück.

Grafik: die Arbeitslosenquoten im November 2022
Die Arbeitslosenquoten im November 2022. © HNA

„Seit Juni werden die aus der Ukraine geflüchteten Menschen in den Jobcentern betreut, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II erbringen“, erklärt Kemper. In diesem Bereich ist die Arbeitslosenzahl innerhalb eines Jahres um fast 40 Prozent gestiegen.

Arbeitslose im Schwalm-Eder-Kreis: weniger offene Stellen

Im Schwalm-Eder-Kreis liegt die Zahl der Arbeitslosen im November bei 3828. Das sind nach Angaben der Agentur für Arbeit vier Arbeitslose mehr als im Oktober (plus 0,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 795 mehr (plus 26,2 Prozent). Die Quote liegt wie im Vormonat bei 3,9 Prozent und damit um 0,8 Prozentpunkte höher als im November 2021.

1188 offene Stellen waren im November im Schwalm-Eder-Kreis gemeldet. Das entspricht 74 weniger als im Oktober und 560 weniger als im Vorjahr. Agenturbezirksleiter Uwe Kemper erklärt das mit der Vorsicht der Betriebe wegen der aktuell unsicheren Wirtschaftslage.

1815 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, elf weniger als im Oktober (minus 0,6 Prozent) und 433 mehr als im Vorjahr (plus 31,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote verharrt bei 3,9 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 3,0 Prozent.

In der Geschäftsstelle Melsungen waren im November 999 Arbeitslose gemeldet, zwei mehr als vor vier Wochen (plus 0,2 Prozent) und 163 mehr als im Jahresvergleich (plus 19,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt weiter 3,9 Prozent, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als im November 2021.

1014 Menschen auf Jobsuche zeigt die November-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, gegenüber Oktober entspricht das einem Plus von 13 (1,3 Prozent) und gegenüber dem Vorjahr von 199 (plus 24,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote steigt damit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 3,1 Prozent betragen. (William Abu El-Qumssan)

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