Orgel in der Melsunger Stadtkirche soll neu klingen

Das Schwarzenberg-Theater hat den Erlös eines Auftritts in der Stadtkirche an den Förderverein Stadtkirche gespendet. Im Bild von links Rolf Römer, Bernd Köhler alias Justus Riemenschneider, Rudolf Schulze und Sigurd Sadowski. Foto: Claudia Feser

Melsungen. Den Auftakt hat das Schwarzenberg-Theater gegeben: Der Erlös aus einem Inse-Kirche-Auftritt in der Stadtkirche – 3576 Euro – spendeten Bernd Köhler alias Justus Riemenschneider und Rolf Römer dem Förderverein der Melsunger Stadtkirche.

Denn dieser spart für die Sanierung der Orgel.

1969 wurde das Instrument von einem Rotenburger Orgelbauer hergestellt – Bernd Köhler sagte mit einem politischen Augenzwinkern: „Alles, was 1968/69 gebaut wurde, ist heute nicht mehr so gefragt.“ Elektrotechnisch ist die Orgel veraltet, das hören auch die Gottesdienst- und Konzertbesucher, sagt Pfarrer Sigurd Sadowski. Oft komme es vor, dass der Ton verzögert anspricht.

Deshalb soll nun die größte Orgel im Kirchenkreis Melsungen saniert werden. Rudolf Schulze, Vorsitzender des Fördervereins, geht davon aus, dass sich die Kosten auf mindestens 250 000 Euro belaufen werden. Ein Orgelsachverständiger der Landeskirche hat das Instrument bereits begutachtet. Aktuell werden Angebote bei Orgelbauern aus ganz Deutschland eingeholt.

Zum runden Geburtstag der Orgel im kommenden Jahr werden die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben, vermutet Sadowski. Zunächst muss der Förderverein mehr Geld einsammeln. „Denn je mehr Geld gespendet wird, desto höher fallen die Zuschüsse der Landeskirche aus“, sagt Rudolf Schulze, der frühere Dekan des Kirchenkreises Melsungen. Er freut sich, dass bereits mehrere Geburtstagskinder gespendet haben: Sie hatten sich statt Geschenken Geld gewünscht und dieses dem Förderverein mit der Zweckbindung Orgelsanierung übergeben.

Neben der elektrischen Überholung der Technik soll auch ein neues, drittes Manual eingebaut werden. „Damit können andere Stilgenres gespielt werden“, sagt Sadowski. Mit dieser dritten Tastatur können andere Klangfarbenspektren erzeugt werden, mit der sich die Werkauswahl erweitert, die dann stilgerecht auf dem Instrument gespielt werden kann.

Bei der Sanierung muss die Orgel ausgebaut werden. Die Gottesdienste sollen mit einer Ersatzorgel begleitet werden. Der Bereich hinter der Orgel soll wieder geweißt werden, kündigt Sadowski an.

Kontakt: Förderverein Stadtkirche Melsungen, Tel. 0 56 61 / 92 05 03, E-Mail gemeindebuero. melsungen@ekkw.de

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