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Ortstermin Röhrenfurth: Dorffest findet wieder an Pfingsten statt

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Von: Clara Veiga Pinto

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Tempo 30 in der Lindenstraße: Das wünschen sich viele Einwohner Röhrenfurths. So auch Ortsvorsteher Michael Wagner.
Tempo 30 in der Lindenstraße: Das wünschen sich viele Einwohner Röhrenfurths. So auch Ortsvorsteher Michael Wagner. © Clara Pinto

Sie haben immer ein Ohr für das, was die Menschen in ihrem Ort beschäftigt: die Ortsvorsteher. In unserer Serie Ortstermin stellen wir sie, ihren Ort und ihre Ziele in loser Folge vor. Heute: Röhrenfurth.

Röhrenfurth – Mit seinen 1200 Einwohnern, ist Röhrenfurth der größte Stadtteil Melsungens. Michael Wagner (53) ist seit 16 Jahren Ortsvorsteher von Röhrenfurth. Seinen Ort kennt der Schaltmeister wie seine Westentasche. Er stellt vor, was die Röhrenfurther aktuell beschäftigt.

Das Dorffest

Nach zwei Jahren ohne Veranstaltungen können die Röhrenfurther wieder ihr Dorffest am Pfingstwochenende feiern. Und dazu gibt es gleich mehrere Anlässe: Das Dorf wird 840 Jahre alt, die Kirche 250 und seit dem vergangenen Jahr gehört Röhrenfurth seit 50 Jahren zu Melsungen. „Das alles wollen wir mit der Feier nachholen“, sagt Ortsvorsteher Michael Wagner. „Bis vor sechs Wochen war noch nicht klar, ob unsere Planung umsonst war“, sagt er.

Das Fest findet Pfingsten am Samstag und Sonntag vor der Kirche statt. Samstagabend kommt die Band The Tequilas und am Sonntag wird es an der frischen Luft mehrere Stände geben. „Unsere Vereine stellen sich vor und für die Verpflegung ist auch gesorgt“, erklärt Wagner.

Die Lindenstraße

Seit mehren Jahren wünscht sich Michael Wagner, dass aus der Lindenstraße, der K142, eine Tempo-30-Zone wird. Die Straße sei so eng, dass es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen komme. Gerade in der Kurve vor der Kirche sei das sehr gefährlich. Wagners Bemühungen, Tempo 30 durchzusetzten blieben vergeblich. Die Kurve sei eine natürliche Bremse, weshalb keine Notwendigkeit bestehe. In der Realität ist das aber anders. „Viele Menschen fahren einfach über den Bürgersteig, da er abgesenkt ist“, sagt er.

Das DGH

Freude herrscht über die Planung des neuen Dorfgemeinschaftshauses (DGH). Vor Kurzem wurde Geld für die Planung bewilligt. Das alte DGH ist über 100 Jahre alt. „Da müsste an vielen Ecken etwas gemacht werden“, sagt Wagner. Gerade die energetische Sanierung sei zu teuer. „Der Ortsbeirat hat sich bereits zusammengesetzt und Ideen für das neue Gebäude gesammelt“, sagt Wagner. Geplant ist außerdem Anfang Juni eine Ideenrunde mit den Röhrenfurthern.

Das Neubaugebiet

Auf das geplante Neubaugebiet mit 16 oder 17 Bauplätzen freuen sich die Röhrenfurther besonders. Allerdings fehlt noch ein Beschluss aus Wiesbaden, bevor es mit dem Bauen losgehen kann. „Der Schwebezustand ist unangenehm“, sagt Wagner. Viele junge Familien würden sich für die Bauplätze interessieren. Röhrenfurth sei auf dem Häusermarkt sehr beliebt. Das liege unter anderem an der Schule und dem Kindergarten im Ort und an der direkten Regiotram-Anbindung nach Kassel und Melsungen. „Wir haben, abgesehen von den privaten Immobilien, keinen Leerstand“, betont der Ortsvorsteher.

Der Bahnübergang

Mit dem Bahnübergang, der Röhrenfurth teilt, sind viele Bewohner nicht zufrieden. Da die Bahnen so regelmäßig fahren, sind die Schranken teilweise viele Minuten geschlossen. Manche Fußgänger, die eigentlich warten müssten, überqueren die Gleise dann trotzdem. „Das ist nicht nur streng verboten, sondern auch lebensgefährlich“, sagt Michael Wagner. Eine Lösung des Problems wäre eine Unterführung, sodass Fußgänger, die es eilig haben, trotz Schranken auf die andere Seite kommen. „Der Preis dafür liegt aber im mittleren sechsstelligen Bereich“, sagt der Ortsvorsteher.

Der Laden

Um Röhrenfurth noch attraktiver zu gestalten, hätte der Ortsvorsteher gerne einen kleinen Lebensmittelladen im Ort. „Wir haben einige ältere Menschen im Dorf, die nicht mehr mobil sind“, sagt er. „Immerhin kommt noch regelmäßig das Bäckerauto und der Eierwagen.“ Seine Idee: Ein kleiner Containerladen, bei dem man rund um die Uhr einkaufen und anschließend mit Karte zahlen kann. Der Vorteil: Er braucht keine Mitarbeiter.

Der Friedhof

Geplant ist, den Röhrenfurther Friedhof umzugestalten. „Die Bestattungsgewohnheiten haben sich verändert“, betont Wagner. Viele Menschen würden die Feuerbestattung der Erdbestattung vorziehen. Deshalb werde nicht mehr der gesamte Platz auf dem Friedhof gebraucht. „Wir überlegen, Bäume zu pflanzen. Bestattungen im Wald werden ja immer beliebter“, sagt Wagner. (Clara Pinto)

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