Bäume sind zwischen 20 und 30 Meter hoch

Pappeln am Fulda-Radweg in Melsungen werden gefällt

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Gesperrt: Wegen der Bauarbeiten am Fuldaufer ist der Radweg zwischen Schlossbrücke und Freundschaftsinsel nicht befahrbar. Die Pappeln und eine Birke (rechts) müssen gefällt werden.

Melsungen. Am Fulda-Ufer in Melsungen tut sich etwas: Der neue Wohnmobilstellplatz an der Schlossbrücke befindet sich bereits mitten im Bau, in den kommenden Tagen sollen außerdem sieben Bäume gefällt werden.

Sechs Pappeln und eine Birke, die am Radweg zwischen Schlossbrücke und Freundschaftsinsel stehen, sollen weichen. Entstehen soll ein breiterer kombinierter Rad- und Fußweg.

Der Radweg zwischen der kleinen Brücke an der Freundschaftsinsel bis zur Schlossbrücke ist derzeit wegen der Bauarbeiten gesperrt. Radfahrer, die auf dem R1 unterwegs sind, müssen den Weg auf der anderen Fuldaseite benutzen.

Die Bäume am Radweg zu fällen, sei keine leichtfertige Entscheidung, sagt Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein. Ein Gutachter habe bestätigt, dass die Bäume bereits Mitte der 1950er-Jahre gepflanzt wurden, und ihr Lebensalter fast erreicht hätten. 20 bis 30 Meter hoch sind die Pappeln. Mittelfristig könnten die Bäume auch eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer darstellen, sagt Bauamtsleiter Martin Dohmann. „Denn Pappeln haben die Eigenart, Totholz abzuwerfen.“ Man dürfe sich nicht von der guten Optik der Bäume täuschen lassen, sagt Dohmann. Der Gutachter habe bestätigt, dass die Bäume nicht berechenbar seien. Auch die Naturschutzbehörde habe dem Fällen der Bäume bereits zugestimmt. Dass die Pappeln beim Verbreitern des Radwegs stören, sei nicht der Fall. Denn der Weg würde ohnehin in Richtung Fulda verbreitert, sagt Boucsein.

Allerdings sei es auch nicht besonders wirtschaftlich, jetzt die Bäume stehen zu lassen, den Weg neu zu bauen, und dann nach drei Jahren die Pappeln doch fällen zu müssen, weil sie alt sind und eine Gefahr darstellen. Denn dann müsse man davon ausgehen, dass das Wurzelwerk der Bäume schon erste Beschädigungen am neuen Weg hinterlassen hat, sagt der Rathaus-Chef. Der Weg zwischen der Freundschaftsinsel-Brücke und der Schlossbrücke soll nach dem Umbau etwa vier Meter breit sein. Außerdem wird es laut Dohmann eine optische Trennung für Radfahrer und Fußgänger geben.

Damit die Fulda vom Weg aus künftig auch sichtbar ist, sei in den vergangenen Tagen schon haufenweise Springkraut entfernt worden, sagt Dohmann. „Das Kraut ist ein echtes Problem. Es zerstört alle anderen Pflanzen.“ Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten am Radweg zwischen den beiden Brücken und der Bau des Wohnmobilstellplatzes abgeschlossen sein. Zehn Plätze sollen für Reisende zur Verfügung stehen. Geplant ist eine „parkähnliche Gestaltung“, sagt Boucsein. Für die Pappeln sollen neue Bäume gepflanzt werden, „irgendwas Schickes“, sagt Dohmann.

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