Sponsoren und Eltern ermöglichten das Projekt

Pausenhof ist jetzt der Hit: 15 000 Euro für Schüler investiert

Leben auf dem Schulhof: Im Bild von links Sponsoren und Helfer mit Hausmeister Jörg Döring, Schulleiterin Annette Freiboth, Kollegin Cornelia Eder, Eva Albrecht (Förderverein), Ingo Päschke (Heimatstiftung VR-Bank Schwalm-Eder), Martina Leimbach-Gossen (Kasinogesellschaft), Elmar Fritsch (VR-Bank), Katrin Meuer (Elternsachenbasar), Stefan Sippel (Sippel Bau), Herbert und Hedwig Gießler (Gießler-Stiftung) und Hartwig Hafer von der Sparkassenstiftung der Kreissparkasse. Foto: Dewert 

Melsungen. Schüler, Eltern und Lehrer der Christian-Bitter-Schule ermöglichten neuen Schulhof.

Wie sehr ein schön gestalteter Schulhof die Lern- und Lebensatmosphäre für Schüler und Lehrer verändern kann, erlebt man dieser Tage an der Christian-Bitter-Schule. An der Melsunger Grundschule wurde in den vergangenen Monaten Eindrucksvolles geleistet: Mehr als 15 000 Euro hat die Schule mit Hilfe von Sponsoren und Eltern gesammelt. Die triste Asphaltwüste wurde so mit tatkräftiger Unterstützung von Hausmeister Jörg Döring in einen Abenteuerspielplatz verwandelt.

Gestern gab es ein Schulhoffest mit Präsentation der Projektwochenergebnisse. Auch die Sponsoren waren eingeladen, sich das Ergebnis des Schulhofumbaus einmal anzusehen.

Fantasie und Bewegung

„Ein Schulhof soll zur Bewegung animieren, Kreativität fördern und das soziale Miteinander stärken“, sagte Schulleiterin Annette Freiboth. Dies sei auf dem neugestalteten Schulhof nun endlich möglich. Aber bereits der Weg dorthin habe die Schulgemeinschaft gefördert. 2011 begannen mit Cornelia Eder, Lehrerin und Vorsitzende des Fördervereins die Planungen zum Umbau. Von Anfang an seien die Kinder in die Entscheidungsfindung eingebunden gewesen. Mit einer Prioritätenliste der Kinder habe die Mutter eines Schülers und Architektin, Antje Schormann, die Entwürfe erstellt.

Dann lud die Schule zahlreiche potenzielle Sponsoren zu einem Treffen ein und die Kinder präsentierten den Entwurf und erklärten, warum sie welches Spielgerät benötigten oder besonders gerne haben wollten, sagt Freiboth.

Die Resonanz sei toll gewesen. Mehr als zehn Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen erklärten sich bereit, Geld zu spenden. Das Bauunternehmen Sippel übernahm schließlich die Umbauarbeiten zum Vorzugspreis - ein Sohn des Unternehmers ist Schüler.

Die Stadt habe sich nicht an den Kosten beteiligt, auch Geld vom Landkreis als Schulträger gab es nicht. Der Landkreis habe aber einen Hang abgestützt und eine Rutsche sowie Mulch spendiert, berichtet die Schulleiterin. Es fehlte jedoch noch einiges. 7000 Euro kamen mit einem Sponsorenlauf an der Schule zusammen. Geld, das die Eltern spendeten.

Die in die Jahre gekommene Schule erstrahlt nun zwar nicht in völlig neuem Glanz, aber der Schulhof macht was her: Eine Spieleausleihe, Fahrgeräte, ein Fußballplatz, Kriechtunnel, ein Klettergerüst, eine Nest-Schaukel, eine Rutsche und Ruheinseln animieren auf dem Pausenhof zum Toben und sich zurückziehen. Nur ein Piratenboot fehle noch, sagt sie und lacht. Der Pausenhof werde auch von umliegenden Eltern stark genutzt. „Das freut uns besonders“, sagt Annette Freiboth. An der Schule sei jetzt viel mehr Leben als vor dem Umbau.

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