Einzug im Februar geplant

Kurze Wege für Polizisten: Baustellen-Einblick in die neue Melsunger Polizeistation

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Im Februar soll die neue Melsunger Polizeistation fertig sein.

Melsungen. Im Februar 2019 soll die Melsunger Polizeistation in den 6,5 Millionen Euro teuren Neubau einziehen. Gemeinsam mit Stationsleiter Gerd Kümmel haben wir uns im künftig hochmodernen Gebäude umgesehen.

Es wird der Arbeitsplatz für etwa 55 Mitarbeiter. Die neue Polizeistation zeichnet sich durch ihre kurzen Wege aus, betont Stationsleiter Gerd Kümmel. Um das Gebäude den Arbeitsabläufen anzupassen, sei er an 90 Prozent aller Planungen beteiligt gewesen.

Der Zugang

Der Außenbereich, der sich in Richtung B 83 befindet, wird für jeden frei zugänglich – und daher komplett videoüberwacht – sein. Auf der linken Seite wird es Parkplätze für Besucher geben, der Haupteingang befindet sich rechter Hand. Der Vorplatz wird begrünt und mit Sitzgelegenheiten versehen, erklärt Kümmel. „Bis zur Haupttür ist es eine recht offene Dienststelle.“ Um die Zufahrt zum Gebäude von der Bundesstraße zu ermöglichen, seien noch Arbeiten an der Straße nötig, da sich dort zurzeit eine Querungshilfe befindet.

Anmeldung und Wache

Im Eingangsbereich befinden sich die Anmeldung sowie ein Wartebereich. Neben Toiletten wird es dort auch eine Dusche geben, sagt Kümmel. „Dort kann sich dann auch einfach mal ein Obdachloser duschen, ohne, dass er etwas mit der Dienststelle zu tun hat.“ Zur Dienststelle hat kein Außenstehender mehr alleine Zutritt, betont Kümmel. Wer sich anmeldet, wird später durch den zuständigen Polizeibeamten abgeholt. Die Wache hat zwei Funktische, um Einsätze getrennt voneinander leiten zu können. An der Wand wird ein großer Bildschirm zur Einsatzüberwachung angebracht. Zudem sehen die Polizisten dort die Bilder der Überwachungskameras vor dem Gebäude. Fenster und Wände sind durchschusssicher.

Das Erdgeschoss

Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem die Vernehmungsräume. Zudem sind dort auch der Erkennungsdienstraum und ein Raum für Erste Hilfe und Blutentnahme untergebracht. Auf der anderen Seite des Gebäudes befinden sich die Sozialräume. So zum Beispiel auch ein Aufenthaltsraum für operative Einheiten und den Tagesergänzungsdienst – Kollegen, die sich für Einsätze bereithalten müssen. Bisher müssen die Kollegen in den Fahrzeugen warten, weil einfach kein Platz im Gebäude sei, sagt Kümmel. Zwischen Sozialräumen und dem Vernehmungsbereich befinden sich die Technikräume und Toiletten. So seien Sozialräume und Vernehmungsräume klar voneinander abgetrennt. Es gibt drei Zellen – eine mehr als bisher. Außerdem befindet sich die Asservatenkammer im Erdgeschoss.

Im künftigen Besprechungsraum: Metallbaumeister Maxim Popp.

Die Garagen

Die Station wird zwei Garagen haben. Eine für die Einsatzfahrzeuge und eine spezielle Garage: Wenn die Polizei im Streifenwagen einen Verdächtigen transportiert, fahren sie mit dem Wagen dorthin. Von der Garage sind es gerade einmal fünf Meter bis zur Zelle. Festgenommene können so direkt vom Fahrzeug in die Zelle gebracht werden. Den Polizisten steht zwischen Garagen und Dienststelle ein Bereich zum Waschen zur Verfügung.

Das Obergeschoss

Im oberen Stockwerk befindet sich das Büro des Dienststellenleiters sowie die Geschäftszimmer. Es gibt Büros beziehungsweise Vernehmungsräume – getrennt nach den fünf Ermittlungsbezirken. Im Obergeschoss werden zudem die Akten aufbewahrt. Auf der anderen Gebäudeseite befinden sich zum Beispiel ein Versammlungsraum und eine Teeküche. Auch die Umkleideräume mit angeschlossenen Sanitärräumen befinden sich im Obergeschoss. Für aufgegriffene Kinder und Jugendliche gibt es einen Raum zur Kurzverwahrung. Dort bleiben sie, bis sie von den Eltern abgeholt werden.

Noch im Rohbau: Das Obergeschoss der Melsunger Polizeistation am Löwe-Kreisel. In etwa vier Wochen sollen dort bereits die Türen eingebaut sein.

Ruhe und Fitness

Im Obergeschoss gibt es für die Polizisten auch Ruhe- und Fitnessräume. Der schallgedämpfte Ruheraum sei insbesondere für die Kollegen gedacht, die eine weite Anfahrt hätten, und beispielsweise aus der Nachtschicht kämen und morgens zu Gericht müssten, sagt Kümmel. Denn dann lohne sich die Heimfahrt nicht. Ein weiterer Ruheraum ist für schwangere Kolleginnen vorgesehen. Zwei Fitnessräume, die unter anderem mit Crosstrainer, Fahrrad und Laufband ausgestattet sind, gibt es. Es gehe darum, die Mobilität der Mitarbeiter zu erhalten, so Kümmel. Sechs Stunden Sport pro Monat seien für jeden Polizisten vorgeschrieben. 

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