Bürgerinitiative übergab Unterschriften

Radfahrverbot: Roter Rain in Melsungen bleibt Fußweg

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Wollen, dass das Fahrradverbot aufgehoben wird: Christiane Rößler (rechts) und Fritz Voit von der Bürgerinitiative „Aufhebung des Fahrradverbotes am Roten Rain“ übergaben rund 1000 Unterschriften an Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein.

Melsungen. Das Radfahren am Roten Rain in Melsungen bleibt weiterhin untersagt.

Daran ändern auch die rund 1000 Unterschriften nichts, die Fritz Voit und Christiane Rößler gestern stellvertretend für die Bürgerinitiative „Bürger für Aufhebung des Fahrradverbotes am Roten Rain“ an Bürgermeister Markus Boucsein übergaben.

Er hatte mit Unterstützung des Magistrats nach einem Unfall zwischen einer Fußgängerin und einem Radfahrer im Februar das Fahrradfahren auf dem Roten Rains untersagt. „Würde ich den Weg wieder freigeben, stünde ich als anordnende Person dafür in der Haftung“, begründet Boucsein, warum er bei seiner Entscheidung bleibt. Ein moralischer Appell an die Nutzer des Roten Rain – wie von der Bürgerinitiative gefordert – sei zwar gut, aber es gebe eben auch Gesetze.

Die Initiative fordert, dass das ausgesprochene Verbot zurückgenommen wird und hat dafür in den vergangenen drei Monaten Unterschriften gesammelt. „Wir setzen auf Rücksicht statt Verbote“, sagte Christiane Rößler. Sie möchte, dass die Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ wie sie in anderen Städten bereits praktiziert wird, auch in Melsungen etabliert wird. Schilder informieren dabei über das richtige Verhalten zwischen Radfahrern und Fußgängern. Der Rote Rain verbindet Melsungen mit Obermelsungen. Radfahrer müssten seit dem Fahrverbot jetzt den Fernradweg R1 benutzen. Die Radverbindung von und nach Obermelsungen sei, insbesondere für Kinder und Jugendliche, nun gerade im Bereich der Brücke am Obermelsunger Kreisel gefährlicher, nennt Fritz Voit einen Grund für die Unterschriftenaktion. „Im Arbeitskreis Radfahren haben wir auch Lösungsansätze für die Brücke am Obermelsunger Kreisel erarbeitet“, sagt Boucsein. Denkbar wäre ein Fahrradstreifen auf der Fuldabrücke. Oder auch die Verbreiterung des Gehweges, sodass er von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden könnte.

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