Schule soll Geld aus Digitalpakt erhalten

Radko-Stöckl-Schule macht große Schritte ins digitale Lernen

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Sie kümmern sich um digitales Lernen an der Radko-Stöckl-Schule: von links Andrea Ritter, Michael Breitner, Sigrid Krauskopf, Marco Pelz, Dagmar Eisel, Jens Obach, Tanja Eisenbach, Schulleiter Markus Gille und Prof. Peter Heisinger.

Lehrer der Radko-Stöckl-Schule haben gemeinsam mit einem Schweizer Professor ein Konzept für digitales Lernen entwickelt.

Sie muss mit der technischen Entwicklung ihrer Ausbildungsbetriebe mithalten und eine zeitgemäße Schulausbildung anbieten. Dafür soll die Berufliche Schule Geld aus dem Digitalpakt erhalten. Aber ohne Konzept gibt’s kein Geld. Deshalb haben nun einige Lehrer mit einem Schweizer Professor ein Konzept für digitales Lernen entwickelt.

Das digitale Lernen beschreibt Prof. Peter Heisinger mit einer Welle: „Es ist allen Schulen klar, dass sie kommt, aber die Frage ist, ob man vor ihr, auf ihr oder nach ihr schwimmt.“ Die RSS Melsungen habe sich fürs Vorschwimmen entschieden. Denn für eine Berufsschule sei es wichtig, immer auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein. Das beschreibt Schulleiter Markus Gille am Beispiel Heizungsbau: „Die Monteure arbeiten bei der Wartung der hochkomplexen Heizungssysteme mit virtuellen Brillen, wo sie am Kessel die Bedienungsanleitung des Geräts direkt vor Augen haben und mit einem Techniker der Herstellerfirma direkt verbunden sind.“ Das seien die Anforderungen im Berufsalltag, auf die die Berufsschulen ihre Schüler vorbereiten müssen.

Investitionen in Infrastruktur

Um darauf reagieren zu können, muss vor allem in die digitale Infrastruktur investiert werden: Die Schule benötigt vor allem einen Anschluss ans Glasfasernetz und einen zweiten Server.

Den Anfang für den praktischen Schritt in das digitale Lernen machen seit diesem Schuljahr zwei Fachoberschulklassen Wirtschaftsinformatik und Technik. Die Schüler werden fast ausschließlich mithilfe von Tablets unterrichtet. Technik-Klassenlehrer Michael Breitner steht also nicht mehr 90 Minuten mit dem Rücken zu seinen Schülern und erklärt etwas an der Tafel. Er begleitet das Lernen seiner Schüler am Tablet. Da werden Hausaufgaben besprochen, Laborversuche gefilmt und in Zeitlupe abgespielt. Was der Lehrer am Whiteboard im Unterricht erarbeitet hat, sehen die Schüler nach Schulschluss auf ihrem Display.

Das digitale Lernen ist auch eine Umstellung für die 70 Berufsschullehrer. Alle müssen mit Tablet, Bluetooth und Beamern umgehen können und werden individuell geschult. Damit sie die Vorteile nutzen können, wie die digitale Technik das Lernen der Schüler unterstützen kann.

Ausstattung der Radko-Stöckl-Schule

 technische Ausstattung (aktueller Stand): WLan in der gesamten Schule; drei Viertel der Räume sind mit Beamer ausgestattet (teilweise drahtlos), nach den Herbstferien werden 90 Prozent der Räume mit Beamern ausgestattet sein; zehn elektronische Tafeln. benötigte Hilfe aus dem Digitalpakt: Anschluss ans Glasfasernetz; zweiter Server; Wartung des zweiten Servers; digitale Präsentationsmöglichkeit in jedem Raum, durch Beamer oder elektronische Tafel und mit Bluetooth-Boxen

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