Infos über Rastplätze und Ladeinfrastruktur für E-Bikes

Lückenschluss bei Radwegen: Regionalmanagement plant digitales Kataster

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Das Regionalmanagement investiert aktuell 300.000 Euro in den Aufbau eines digitalen Radwegekatasters. Dafür müssen noch etwa 1900 Kilometer erfasst werden.

2500 Kilometer touristischer Radwege gibt es in Nordhessen. Aber ein durchgängiges Radwegenetz fehlt.

Vielerorts gibt es Lücken. Das soll sich ändern. Das Regionalmanagement investiert aktuell 300.000 Euro in den Aufbau eines digitalen Radwegekatasters. Dafür müssen noch etwa 1900 Kilometer erfasst werden. Außerdem wird ein Konzept für ein Qualitätsmanagement entwickelt. Kostenpunkt: 100.000 Euro. „Wir wissen nicht, welche Wege in welcher Qualität mit welcher Infrastruktur bestehen“, sagt Regionalmanagerin Ute Schule. Erst wenn diese Daten vorlägen, könne der Ausbau sinnvoll priorisiert werden.

Das Thema Radfahren werde stark gepusht, nicht nur beim Tourismus, auch als Mobilitätsalternative. Da müsse die Region mitgehen. „Der Radtourismus ist wachsendes Segment – das zeigen alle Studien“, sagt Schulte.

Wie nah Lust und Frust zusammenliegen, zeigt ein Beispiel: Der Chattengau-Fulda-Radweg führt vom Fernradweg R1 über Spangenberg bis kurz vor die Tore Hessisch Lichtenaus. Mit wenigen Kilometern mehr würde er den R1 mit dem Herkules-Wartburg-Radweg verbinden. Derzeit endet er an einer Bundesstraße in Schnellrode.

Regionalmanagerin Ute Schulte

Erfasst werden unter anderem Länge und Breite des Weges, Asphalt- und Schotteranteile, vor allem aber auch, ob es Rastplätze, Ladeinfrastruktur für E-Bikes und Abstellboxen gibt. „Wenn wir Touristen gewinnen wollen und möchten, dass diese auch Städte und Gemeinden entlang der Radwege besuchen, benötigen wir überall Möglichkeiten, Fahrräder diebstahlsicher unterzubringen“, gibt Schulte zu Bedenken. Es seien mittelfristig in den Kommunen einige Investitionen nötig, wenn die Region insgesamt auf ein höheres Level gehoben werden soll. Das gelte natürlich auch für den Ausbau der gastronomischen Angebote und einer Bed&Bike-Zertifizierung. 

Dies solle alles unter dem Dach der Grimm-Heimat organisiert und vorangetrieben werden. So würden aktuell Zertifizierer ausgebildet. Die digitale Umsetzung werde derzeit ausgeschrieben. Bis 2020 soll das Kataster stehen. Parallel würden die weiteren Schritte geplant. 

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