Grasschnitt verbrannt

Rauchsäule weithin sichtbar: Feuerwehr-Einsatz auf Gartenparty - die Gäste waren überrascht

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Das war ein besonderer Einsatz: Die Feuerwehr wurde zu einer starken Rauchentwciklung gerufen - die entpuppte sich dann aber als Lagerfeuer auf einer Gartenparty.

Besorgte Autofahrer meldeten am Freitagabend eine starke Rauchentwicklung auf einem Grundstück zwischen Melsungen und Adelshausen. Die Feuerwehr entdeckte die Ursache - auf einer Gartenparty.

Am Freitagabend, gegen 18.00 Uhr, meldeten besorgte Autofahrer aus einem Grundstück neben der B 487 zwischen Melsungen und Adelshausen eine starke Rauchentwicklung. 

Daraufhin rückte die Freiwillige Feuerwehr Melsungen, unter der Leitung von Vizestadtbrandinspektor Patrick Metz mit drei Fahrzeugen und insgesamt 16 Einsatzkräften, zu der angegebenen Adresse in der Nähe des Honda-Autohauses im Industriegebiet Pfieffewiesen aus.

Partygäste überrascht vom Feuerwehr-Einsatz

Als sie an der Brandstelle, die schon von weitem durch die starke Rauchentwicklung erkennbar war, ankamen, trafen sie auf ganz überraschte Gartenpartybesucher. Die hatten auf ihrem Gartengrundstück ein Lagerfeuer entzündet und dabei auch Heckenschnitt und andere Gartenabfälle verbrannt. Da sie auch Grasschnitt auf das Feuer geworfen hatten, kam es zu den weithin sichtbaren Rauchwolken. 

Den Feiernden war nicht bekannt, dass alle Gartenfeuer oder das Verbrennen von Gebüsch und Unrat grundsätzlich genehmigungspflichtig sind. Die Feuerwehrleute löschten die Flammen mit etwa 600 Litern Löschwasser über den Schnellangriffsschlauch am Löschfahrzeug ab. Schaden ist bei dem Brand keiner entstanden.

Grünschnitt darf ohne Genehmigung nicht verbrannt werden

In Zusammenhang mit diesem Einsatz weist die Feuerwehr Melsungen darauf hin, dass diese sogenannten Nutzfeuer, beim Ordnungsamt anzumelden sind. Hier wird der Antrag geprüft und in fast allen Fällen ein sogenannter Brandschein von der Stadt Melsungen kostenlos ausgestellt. 

In anderen Städten und Gemeinden wird hierfür teilweise eine geringe Verwaltungsgebühr - so erhebt beispielsweise die Stadt Felsberg eine Gebühr von 5 Euro. Auch hier sind die jeweiligen Ordnungsämter die Ansprechpartner. Wenn die Genehmigung erteilt wird, werden die zuständige Feuerwehr, die Polizei und auch die Leitstelle über Ort und Zeit des Verbrennens informiert. Dann können besorgte Anrufer von der Leitstelle beruhigt werden und es kommt nicht zu solchen Einsätzen, wie am Freitagabend. (zot)

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