Auch Busverkehr eingestellt

Enorme Schneemassen sorgten im Schwalm-Eder-Kreis für Einschränkungen

Die Autobahn 7 am Montag.
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Die Autobahn 7 an der Anschlussstelle Guxhagen am Montag.

Enorme Schneemassen bestimmten das Tagesgeschehen im Schwalm-Eder-Kreis auch noch am Montag. Die weiße Winterlandschaft sorgte für viel Spaß bei den Menschen im Landkreis, brachte aber auch erhebliche Einschränkungen und Gefahren mit sich.

Schwalm-Eder - Laut Sabine Herms, Sprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV), wurde der Busverkehr fast ausnahmslos in allen Landkreisen eingestellt. Zahlreiche Zugfahrten fielen aus. Viele Züge, die fuhren, kamen mit Verspätung. „Wann sich die Lage wieder normalisiert, ist nicht abzusehen“, sagte Herms gestern. Bis Mittwoch rechnet beispielsweise die Kasseler Verkehrsgesellschaft mit Einschränkungen.

Trotz der erheblichen Schneemengen in der Nacht von Sonntag auf Montag verzeichneten die Rettungskräfte im Landkreis kein erhöhtes Einsatzaufkommen. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben, teilte ein Sprecher der Kreisverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung mit. Bereits am Samstag hatten sich Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst auf die angekündigte Extremwetterlage vorbereitet und die Einsatzfahrzeuge teilweise mit Schneeketten ausgerüstet.

Besonders betroffen war laut Polizei die Autobahn 7. Zwischen den Anschlussstellen Lutterberg und Homberg standen die Autos teilweise auf der gesamten Strecke.

Am Montag war die A 7 zwischen Malsfeld und Homberg in Fahrtrichtung Süden mehrere Stunden gesperrt. „Die A 7 bis Fulda war unser Sorgenkind“, sagte Polizeisprecher Matthias Mänz. Querstehende Lastwagen blockierten die Strecke und Autos rutschten in die Leitplanken. Die Unfalllage sei aber trotz der erheblichen Einschränkungen erfreulich ruhig geblieben. Die Autos, die fuhren, waren mit geringer Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Bis zum Nachmittag waren keine Schwerverletzten bekannt. Einige Blechschäden und nur wenige Leichtverletzte laute das Fazit für Nordhessen.

Großen Anteil daran hatten die Straßenmeistereien in der Region. Wegen des ständigen Schneefalls seien die Räumfahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz gewesen, sagte Marco Lingemann, Sprecher von Hessen Mobil.

Die vier Meistereien in Schwalmstadt, Gudensberg, Borken und Melsungen betreuen gemeinsam 1391 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Zum Gebiet gehören auch Baunatal, der Kasseler Osten, Söhrewald und Helsa. Die Situation habe sich am Montagnachmittag verbessert, als der Schneefall nachgelassen habe. Es sei eine Herausforderung gewesen – denn bei jeder Witterung müssten Rettungsfahrzeuge und Feuerwehren ans Ziel kommen. Auch am Montag war die Kreisstraße zwischen Weidelbach und Bischofferode noch gesperrt.

Der Winterdienst der Autobahn GmbH war mit elf Fahrzeugen im Dauereinsatz. Die gefährlichsten Abschnitte im Zuständigkeitsgebiet seien die A 7 ab Söhrewald und weiter in Richtung Süden, teilte Joachim Schmidt, Sprecher der Autobahn GmbH mit. (Damai Dewert, Daria Neu, Sandra Rose)

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