Top Ergebnis trotz Corona

Rekordumsatz bei Faubel: Melsunger Etikettenhersteller erwirtschaftet 39 Millionen Euro

Frank Ludwig, Martin Kuge und Frank Jäger.
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Kompetenz rund um die Produktkennzeichnung: Seit 2014 leiten Frank Ludwig (von links), Martin Kuge und Frank Jäger gemeinsam die Faubel-Gruppe.

Beim Etikettenhersteller Faubel zahlt sich die Spezialisierung auf die Pharmaindustrie aus. Die Faubel-Gruppe mit Hauptsitz in Melsungen erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 39 Millionen Euro. Das teilt das Unternehmen mit.

Melsungen - Geschäftsführer Frank Jäger misst dem Ergebnis einen enormen Stellenwert bei: Die Zahlen seien zwar wegen bilanztechnischer Veränderungen nicht vollständig mit dem Vorjahr vergleichbar, „jedoch haben wir unabhängig davon, den Umsatz nochmals deutlich zum Vorjahr gesteigert, und dies trotz Pandemie“. Mehr als die Hälfte der Aufträge seien aus dem Ausland gekommen, sodass die Exportrate bei 56 Prozent lag. Die meisten Kennzeichnungen habe Faubel für klinische Studien angefertigt, knapp 72 Prozent. Etwa 24 Prozent des Umsatzes wurden mit Etiketten erzielt, die auf bereits zugelassenen Arzneimitteln kleben. „Die pharmazeutische Industrie ist eine der wenigen Branchen, die von der Krise größtenteils profitiert hat. Unsere Spezialisierung auf genau diese Branche trug zu unserem unerwartet hohen Umsatz bei“, sagt Jäger. Gleichzeitig ist es ein Beweis dafür, wie flexibel und fokussiert die Mitarbeiter seit März 2020 die neuen Herausforderungen des Arbeitsalltags meisterten. Am Hauptsitz in Melsungen sind 250 Mitarbeiter beschäftigt. 20 Mitarbeiter sind in unterschiedlichen Vertriebsbüros in Deutschland, Großbritannien, China und den USA im Einsatz.

Wegen der Pandemie musste diesmal die offizielle Veranstaltung zur Ehrung des Ideenmanagements ausfallen, heißt es von Faubel weiter. 16 Ideen wurden 2020 eingereicht und eine Prämie von 6600 Euro vergeben. Die höchstdotierte Idee reichten Helena Martens und Max Deiß ein. Sie entwickelten eine Datenbank, die alle technischen Vorgaben für den Druck eines Booklet Etiketts übersichtlich darstellt und gleichzeitig die Machbarkeit prüft. Allein im vergangenen Jahr habe Faubel durch die universelle Datenbank 22 000 Euro Personalkosten eingespart. (Carolin Hartung)

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