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Röhrenfurth hat am Pfingstwochenende mehrere Jubiläen zu einem Fest zusammengepackt

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Von: Helmut Wenderoth

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Viel los beim Dorffest in Röhrenfurth: Axel Schneider zeigte, wie mit dem Pferdegespann das Holz aus dem Wald geholt wurde.
Viel los beim Dorffest in Röhrenfurth: Axel Schneider zeigte, wie mit dem Pferdegespann das Holz aus dem Wald geholt wurde. © Helmut Wenderoth

Die Röhrenfuther hatten gleich mehrfach Grund zum Feiern. Viel los war am langen Pfingstwochenende in dem Melsunger Stadtteil.

Röhrenfurth – Die Röhrenfurther haben am Pfingstwochenende gleich mehrere Jubiläen zu einem Kirch- und Dorffest zusammengepackt. 840 Jahre Röhrenfurth, 250 Jahre Kirchengebäude, Eingemeindung nach Melsungen vor 51 Jahren, vor 30 Jahren Grundsteinlegung für die Vierbuchenhalle, 15 Jahre Kinderverein Röhrenfurth und als jüngstes Glied bei den Jubiläen kann die Senioreninitiative W.i.R - Wir in Röhrenfurth auf ihre Gründung vor zehn Jahren zurückblicken.

Vor allem am Sonntag waren der Kirchplatz und die angrenzenden Straßen rappelvoll. Die meisten Besucher blieben nach dem Festgottesdienst, den Bischöfin Dr. Beate Hofmann feierte, schon im Ortskern und besuchten die Festmeile. Die Röhrenfurther Vereine hatten viele Ausstellungen aufgebaut und luden zu Mitmachaktionen ein. Im Festakt gingen Ortsvorsteher Michael Wagner, Bürgermeister Markus Boucsein sowie Hilmar Löber für den Schwalm-Eder-Kreis, auf die Jubiläen ein.

Wagner betonte: „Röhrenfurth ist eine Perle im Fuldatal. Es ist nicht nur ein schönes Dorf, sondern auch liebens- und lebenswert. Hier gibt es einen Kindergarten und auch die Grundschule haben wir gemeinsam mit großen Anstrengungen in unserem Stadtteil erhalten können, was den Ort auch für junge Familien attraktiv macht“, sagte er. Darauf seien sie stolz, aber auch auf die vielen Aktivitäten der Vereine und ganz besonders auf deren sehr gute Jugendarbeit.

Gelungener Auftritt: Die Konfetti-Kids bekamen viel Applaus.
Gelungener Auftritt: Die Konfetti-Kids bekamen viel Applaus. © Wenderoth, Helmut

Es lohne sich in Röhrenfurth zu wohnen. Damit dies auch in Zukunft so bleibe, werde ein neues und kleines, Baugebiet erschlossen. In der Nähe der Vierbuchenhalle werde ein neues Gemeinschaftshaus geplant. Boucsein sagte zu, alle Anstrengungen zu unternehmen, dass im Sommer das neue Baugebiet erschlossen werden könne und wenn alles gut laufe, im Winter die ersten Bauwilligen schon mit den Arbeiten beginnen könnten.

Löber ging besonders auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bewohnern, Kindergarten und Grundschule ein. Sie hat mit dazu beigetragen, dass beide Einrichtungen, unterstützt vom Kinderverein, so erfolgreich agieren.

Bei den Jubiläen stach besonders die Goldene Hochzeit zwischen Röhrenfurth und Melsungen im Rahmen der Gebietsreform hervor. Wagner erwähnte in seinem Rückblick, dass es damals in Röhrenfurth Diskussionen gegeben habe, ob man die Ehe mit Melsungen oder mit Körle eingehe. Schließlich habe man sich für die Bartenwetzerstadt entschieden.

Die Vereine hatten sich einiges für die Festmeile ausgedacht. Die Fußballer veranstalteten ein Torwandschießen auf eine große Scheibe, bei der Feuerwehr gab es Fotos mit dem Einsatzfahrzeug, das auf einer großen Bildwand abgedruckt war. Wer bei W.i.R. am Glücksrad drehte, hatte die Chance die Ernte von Apfelbäumen zu gewinnen, während der Kinderverein auf Bettenhausens Hof mit mehreren Ständen vertreten war. Die Kinder konnten sich Zöpfe in die Haare flechten und schminken lassen, aber auch selbst Gegenstände basteln. Zusätzlich wurden von dem Verein selbst gebastelte Dekoartikel verkauft.

Bunt: Hilla (8) ließ sich von Clara Mbunga und Josefina Pedro beim Kinderverein Zöpfe einflechten.
Bunt: Hilla (8) ließ sich von Clara Mbunga und Josefina Pedro beim Kinderverein Zöpfe einflechten. © Wenderoth, Helmut

In Erinnerungen schwelgten die Besucher bei den Bilderausstellungen in der 250 Jahre alten Kirche und bei dem Kirmesteam. Die zahlreichen Fotos zogen die Besucher in ihren Bann. Immer wieder bildeten sich dort Menschentrauben und den Ausspruch: „Weißt du noch?“, hörte man sehr oft. Beim Veteranenlöschzug gab es historische Feuerlöschgeräte, vom Wasserfass bis zur Motorspritze zu sehen.

Etwas ganz Besonderes hatte sich Axel Schneider ausgedacht. Mit seinem Pferdegespann zog er einen mit Holzstämmen beladenen Wagen über die Festmeile. Der Röhrenfurther zeigte mit seinen beiden Pferden, wie früher das Holz mit Pferden aus dem Wald geholt wurde.

Natürlich hatten die Röhrenfurther auch für Speisen und Getränke gesorgt. Großen Anklang fanden besonders die leckeren Kuchen, die vor der Kirche verkauft wurden. Für die vielen Kinder unter den über tausend Besuchern gab es mehrere Mitmachaktionen.

Als Herr Müller mit seiner Gitarre auf die Bühne kam, war er schnell umringt von den jungen Besuchern. Gemeinsam mit ihm tanzten und sangen sie.

Viel Applaus von den vor der Bühne dicht gedrängten Besucher gab es für die Auftritte der Garden der Karnevalsgemeinschaft, die ihre Showtänze vorführten. Mit einer Zaubershow sowie Musik der Alten Hasen ging das Fest weiter, bevor zum Festausklang am Abend DJ Dome auftrat und zum Tanzen und Feiern auflegte. (Helmut Wenderoth)

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