Röhrenfurther Kirche wurde renoviert: Wiedereinweihung am Sonntag

Freuen sich über die gelungene Kirchenrenovierung in Röhrenfurth: Pfarrerin Dorothea Göbel, links, und Elke Aschenbrenner, die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Auf unserem Foto ist die Orgel noch verhüllt. Man hofft, dass die Orgel im Januar eingebaut werden kann. Zurzeit ist es noch zu feucht im Kirchenschiff. Fotos: Schaake

Röhrenfurth. Die Renovierung der evangelischen Kirche in Röhrenfurth ist nach über halbjähriger Bauzeit erfolgreich beendet worden.

Die Wiedereinweihung feiern die Christen mit einem Gottesdienst am vierten Adventssonntag,21. Dezember, ab 14 Uhr.

Pfarrerin Dorothea Göbel hat beim Blick in die alte, neue Kirche, viel Lob für die Handwerker parat: „Ich bin sehr zufrieden.“ Alles habe prima funktioniert.

„Unsere Kirche wird ein Schmuckstück“, hatte Dorothea Göbel schon im Sommer gesagt. Jetzt freut sie sich mit dem Kirchenvorstand darüber, dass dies eingetreten ist: „Es ist wunderschön geworden.“

Nach der Konfirmation im Mai hatte der Kirchenvorstand die Bänke ausgeräumt und in die Scheune der Familie Kilian gebracht. Die Gottesdienste fanden im Gemeindehaus statt. „Als wir die Kirche das erste Mal betreten haben, waren wir alle begeistert.“ Das sagte im HNA-Gespräch Elke Aschenbrenner, die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes. „Für die entbehrungsreiche Zeit ohne unsere Kirche sind wir reich belohnt worden.“

Das Innere des Gotteshauses besticht durch den neuen, cremefarbenen Anstrich. Die Wände waren durch das Heizen und die Kerzen dreckig und hatten viele Risse, beschreibt die Pfarrerin den alten Zustand. Das Dunkelrot der Empore hat man nun auch für die Gestaltung des Innenrahmens der Kirchenfenster aufgenommen. Mit dem Innenanstrich hat der heimische Malermeisterbetrieb Ebert einen Schlusspunkt unter die Renovierungsarbeiten gesetzt. Inhaber Achim Helmke, Restaurator im Malerhandwerk, hatte auch die Turmzier mit Wetterhahn neu vergoldet, die im September auf die Spitze des Glockenturms gesetzt worden war. Seit der Renovierung Ende der 1970er-Jahre hatte es am Turm und am Dach erhebliche Schäden gegeben. Die Dachziegel hatten nach den Worten von Diplom-Ingenieur Ralf Gröninger die Schuppenflechte, obwohl es für Biberschwänze eigentlich kein Alter gibt. Es regnete ins Gebäude. Das Dach wurde neu gedeckt, der Turm nach dem Ausbessern maroder Balken mit Schiefer von der Mosel neu verkleidet. Beim Ausbessern verwendeten die Bausanierer und Denkmalpfleger Eiche aus heimischen Wäldern.

Einen Wermutstropfen gibt es: Weil es in der Kirche wegen Problemen mit der Heizung noch zu feucht ist, kann die Orgel noch nicht eingebaut werden. Pfarrerin Göbel hofft, dass dies im Januar möglich sein wird. Bis dahin behilft man sich mit einer mobilen Orgel.

Oft werden Bauvorhaben am Ende teurer als geplant. Bei der Sanierung der Kirche in Röhrenfurth hat man sogar Geld gespart. 210.000 Euro waren veranschlagt. „Wir haben gut gewirtschaftet und sind unter diesem Ansatz geblieben“, sagte Pfarrerin Dorothea Göbel im HNA-Gespräch. Man hoffe nun, mit dem gesparten Geld auch noch die neuen Kirchenbänke streichen und neue Sitzpolster beschaffen zu können. Darüber müsse nun der Vorstand des Kirchenkreises Melsungen entscheiden. Der Antrag sei gestellt.

Die Kosten für die Kirchenrenovierung werden von der Landeskirche getragen. Der erste Zuschuss-Antrag war bereits vor über zehn Jahren gestellt worden.

Mit etwa 10.000 Euro beteiligt sich laut Pfarrerin die Kirchengemeinde an der Renovierung. Dies seien Spenden aus der eigenen Gemeinde. Unter anderem war bei Hochzeit und anderen Festen für die Bauarbeiten gesammelt worden.

Von Manfred Schaake

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